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Brexit-Deal: Zehntausende jubeln über Verschiebung in Londons Straßen

  • Zehntausende Brexit-Gegner ziehen durch London.
  • Die Straßen der britischen Hauptstadt ertrinken in einem Fahnenmeer aus EU-Flaggen.
  • Während die Abgeordneten im Unterhaus die Abstimmung über Johnsons Brexit-Deal aufgeschoben haben.
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London. In Londons Straßen wird es laut: Zehntausende Brexit-Gegner ziehen durch die britische Hauptstadt. Viele mehr sollen sich dem Protestmarsch noch anschließen. Die Veranstalter People’s Vote rechnen mit Hunderttausenden Teilnehmern. EU-freundliche Politiker wie Londons Bürgermeister Sadiq Khan (Labour-Partei) werden zum Abschluss auf einer Kundgebung in der Nähe des Parlaments sprechen.

Im Moment, als bekannt wurde, dass die Abstimmung über den Brexit-Deal aufgeschoben wird, brandete Jubel in Londons Straßen auf. Wie ein Video zeigt:

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Die Demonstranten sollen „laut und deutlich der Regierung und den Abgeordneten die Botschaft übermitteln, dass das Volk nicht (Premierminister) Boris Johnson trauen soll“, so die Veranstalter. Luftaufnahmen zeigen, dass viele dem Ruf folgten. Auf Schildern war die Forderung nach einem Halt des Austrittsverfahrens zu lesen, das 2016 mit einem Referendum der britischen Wähler begonnen hatte.

Die Demonstranten hatten unter anderem zwei größere Figuren dabei: Sie zeigten den umstrittenen Chefberater von Premierminister Boris Johnson, Dominic Cummings, der Johnson wie eine Puppe vor sich herträgt und zappeln lässt. Cummings Figur erinnerte an einen Nazi.

„Das wird eine riesige Demonstration. Auch ich bin gegen den Brexit – so wie alle meine Landsleute“, sagte ein aus Polen stammender Mann der Deutschen Presse-Agentur in London. Er selbst habe keine Angst, Großbritannien nach dem Brexit verlassen zu müssen. Denn er lebe schon mehr als zehn Jahre im Land, sagte der Straßenkehrer weiter.

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Brexit-Abstimmung aufgeschoben

Die Abgeordneten sollten am Samstagnachmittag auf einer Sondersitzung des Parlaments in London über ein Brexit-Abkommen abstimmen, auf das sich Johnson mit Brüssel geeinigt hatte. Die britischen Parlamentarier haben allerdings entschieden, die Abstimmung über das Brexit-Abkommen zu verschieben. Johnson, der um jede Stimme im Unterhaus kämpfen muss, will das Vereinigte Königreich dennoch am 31. Oktober aus der Staatengemeinschaft führen.

RND/dpa/AP

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