Zahl der Asylbewerber in Deutschland deutlich gesunken

  • In den ersten neun Monaten dieses Jahres haben etwa elf Prozent weniger Menschen in Deutschland Asyl beantragt, als im Vorjahreszeitraum.
  • Insgesamt lag die Zahl bei etwa 110.000.
  • Gut ein Fünftel davon waren bereits in Deutschland geborene Kinder.
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Berlin. In den ersten neun Monaten dieses Jahres haben deutlich weniger Menschen in Deutschland einen Asylantrag gestellt als im gleichen Zeitraum 2018. Wie das Bundesinnenministerium am Montag mitteilte, bemühten sich von Anfang Januar bis Ende September knapp 110.300 Menschen um eine Anerkennung als Flüchtling oder politisch Verfolgter. Das waren 11,4 Prozent weniger als in den ersten drei Quartalen des Vorjahres. Außerdem ist zu berücksichtigen, dass 21,8 Prozent der Anträge Kinder im Alter von unter einem Jahr betreffen, die nach der Einreise der Eltern in Deutschland geboren wurden.

Weniger Menschen aus Syrien und Irak

Der Rückgang hat unter anderem damit zu tun, dass zuletzt weniger Menschen aus den Krisenstaaten Syrien und Irak nach Deutschland kamen. Einen leichten Anstieg verzeichnete das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) dagegen bei den Anträgen von Menschen aus der Türkei.

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Die Zahl der Asylverfahren, bei denen die Entscheidung noch aussteht, lag Ende September bei 54.662 Fällen - und damit etwas höher als einen Monat zuvor. Ende August gab es 52.976 anhängige Verfahren. Neben den neuen Verfahren beschäftigen die Bamf-Mitarbeiter aktuell allerdings auch die sogenannten Widerrufs- und Rücknahmeprüfungen für Ausländer, die 2015 Schutz erhalten hatten. Dabei wird geschaut, ob eine Rückkehr ins Herkunftsland weiterhin ausgeschlossen ist.

RND/dpa