Zahl der Asylanträge in Europa schnellt im Juli in die Höhe

  • Es ist der höchste Wert seit März 2017.
  • Im Juli 2019 stellten in allen 28 EU-Ländern sowie Norwegen und der Schweiz etwa 62.900 Migranten einen Asylantrag.
  • Dennoch liegen die Zahlen noch deutlich unter denen zu Spitzenzeiten der Flüchtlingskrise 2015 und 2016.
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Brüssel. Die Zahl der Asylbewerber in Europa hat zuletzt stark zugenommen. Im Juli suchten in den 28 EU-Staaten sowie in Norwegen und der Schweiz rund 62.900 Migranten Schutz, wie die EU-Asylagentur Easo am Dienstag mitteilte. Das seien 26 Prozent mehr als im Vormonat gewesen und ein Höchstwert seit März 2017. Die Zahlen berücksichtigen auch Anträge von Menschen, die zuvor schon einmal Asyl beantragt hatten.

Der deutliche Anstieg sei teilweise auf einen geringen Juni-Wert zurückzuführen, teilte Easo mit. Insgesamt wurden in diesem Jahr bislang rund 400.500 Asylanträge gestellt - ein Plus von 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

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Ein Viertel der Antragsteller sind Syrer, Afghanen und Venezolaner

Syrer, Afghanen und Venezolaner machten im Juli rund ein Viertel aller Antragsteller aus. Die Zahl der Anträge von Türken stieg im Vergleich zum Vormonat um 56 Prozent. Auch Pakistaner (+41 Prozent) und Iraker (+33 Prozent) beantragten deutlich häufiger Schutz.

Die Asylagentur betonte angesichts des Zuwachses, dass die aktuellen Zahlen noch deutlich unter denen der Flüchtlingskrise 2015 und 2016 lägen. So seien im Juli 2016 fast 120.000 Anträge auf internationalen Schutz gestellt worden.

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RND/dpa

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