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“Würde armen Bauern helfen”: Nepal will Marihuana legalisieren

  • Die Regierungspartei in Nepal hat sich für eine Legalisierung der Hanfpflanze ausgesprochen.
  • Das bergige Gelände sei für den Anbau geeignet, hieß es.
  • Zugute kommen solle das vor allem den armen Bauern.
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Kathmandu. Abgeordnete der Regierungspartei in Nepal haben sich für eine Legalisierung von Marihuana ausgesprochen. Die Droge wird dort seit Generationen konsumiert. 64 Mitglieder der Kommunistischen Partei reichten im Parlament den Vorschlag ein, Produktion und Gebrauch von Marihuana zu erlauben, wie der Abgeordnete Birod Khatiwada am Montag sagte. Das bergige Gelände des Himalaya-Staats sei für die Hanfpflanze geeignet. Bauern deren Anbau zu gestatten, käme den Armen zugute, sagte er.

"Marihuana zu legalisieren würde den armen Bauern helfen, und da die westliche Welt, die überhaupt der Grund dafür war, es illegal zu machen, großenteils das Verbot schon beendet hat, sollte auch Nepal das Verbot aufheben", sagte Khatiwada. Der Vorschlag muss im Parlament debattiert werden, bevor die Gesetzeslage geändert werden kann.

Nepal war in den 1960er Jahren für den Konsum von Marihuana und anderen Drogen bekannt, als Hippies dorthin gelangten. Geschäfte und Teehäuser warben für das Rauschmittel und verkauften es legal. Nepal verbot Marihuana 1976. Konsumenten müssen bis zu einen Monat lang ins Gefängnis und Dealer bis zu zehn Jahre. Obwohl es verboten ist, wird Marihuana während des Festivals für den Hindu-Gott Shiva, das diesen Monat ansteht, fast ungehindert geraucht.

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RND/AP

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