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Bericht: US-Aufsicht prüft Deutsche-Bank-Tochter DWS - Verdacht auf geschönte Nachhaltigkeit

  • Die Deutsche-Bank-Fondstochter DWS ist einem Pressebericht zufolge ins Visier der US-Börsenaufsicht SEC geraten.
  • Der Vermögensverwalter DWS soll Angaben zu Nachhaltigkeitskriterien zu hoch angesetzt haben.
  • Die Ermittlungen der SEC und anderen Behörden seien noch in einem frühen Stadium.
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Frankfurt/Main. Die Deutsche-Bank-Fondstochter DWS ist einem Pressebericht zufolge ins Visier der US-Börsenaufsicht SEC geraten. Der Vermögensverwalter DWS soll Angaben zu Nachhaltigkeitskriterien zu hoch angesetzt haben, schrieb das „Wall Street Journal“ (WSJ) am Mittwochabend. Die Ermittlungen der SEC und anderen Behörden seien noch in einem frühen Stadium. Ein Sprecher der DWS wollte den Bericht auf Anfrage der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX am Donnerstag nicht kommentieren. Auch das US-Justizministerium sowie die SEC lehnten einen Kommentar ab.

Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg ermittelt auch die deutsche Finanzaufsicht Bafin. Eine Sprecherin der Behörde wollte die Berichte auf Nachfrage nicht kommentieren.

Die Aktie der Fondsgesellschaft sackte zuletzt um 13 Prozent auf 36,30 Euro ab. Das entsprach einem Verlust von etwa einer Milliarde Euro beim Börsenwert. Allerdings waren die Papiere erst tags zuvor auf ein Rekordhoch gestiegen. Im laufenden Jahr sind die Kursgewinne der Aktien nun auf rund vier Prozent abgeschmolzen. Im Fahrwasser der DWS-Aktien gaben auch die der Mutter Deutsche Bank um 2,4 Prozent nach und waren größter Verlierer im Leitindex Dax. Hintergrund der Untersuchungen sind laut dem „WSJ“ Vorwürfe der früheren Chefin der DWS-Sparte für Nachhaltigkeit.

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Die Vorwürfe gegen das Anlage-Management der DWS sind allerdings nicht neu. Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete bereits Anfang des Monats über mutmaßliches sogenanntes Greenwashing bei der Fondsgesellschaft. Demnach sei die DWS beim Thema Nachhaltigkeit nicht so weit fortgeschritten wie sie selbst angebe.

RND/dpa

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