• Startseite
  • Politik
  • „Women’s March“ gegen Trump und Barrett: Tausende Frauen demonstrieren für Frauenrechte und gegen Wiederwahl

„Women’s March“: Tausende demonstrieren gegen Trump und Barrett

  • Im Zuge des „Women’s March“ protestierten am Samstag Tausende Menschen in den USA gegen die Wiederwahl Trumps und seine Richterkandidatin Amy Coney Barrett.
  • Dass Trump die freie Stelle noch vor der US-Wahl besetzen will, steht besonders in der Kritik der Demonstranten.
  • Die ersten Märsche dieser Art fanden 2017 statt.
Anzeige
Anzeige

In mehreren US-amerikanischen Städten haben am Samstag Tausende Menschen gegen die Wiederwahl des US-Präsidenten Donald Trump und für Frauenrechte protestiert. An den Kundgebungen des „Women’s March“ beteiligten sich vorrangig Frauen. Neben der Kritik gegenüber Trump richteten sich die Proteste auch an Richterin Amy Coney Barrett, seine Kandidatin für den freien Sitz am Obersten Gerichtshof. Das berichtet unter anderem die Tagesschau.

Nach Angaben der Veranstalter nahmen bei den Märschen in allen Bundesstaaten rund 100.000 Personen an 430 Kundgebungen teil. In der Hauptstadt Washington starteten die Proteste in der Nähe des Weißen Hauses und führten bis zu den Stufen des Supreme Courts.

Schnelle Nachbesetzung am Supreme Court: Republikaner in der Kritik

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Der US-Präsident will die Nachfolge der im September verstorbenen Verfassungsrichterin Ruth Bader Ginsburg am Supreme Court noch vor der Präsidentschaftswahl am 3. November festlegen. Das mache viele Demonstranten wütend.

So verweigerten die Republikaner 2016 dem demokratischen Barack Obama sechs Monate vor der US-Wahl die Nominierung eines neuen Kandidaten für den Obersten Gerichtshof. Der Grund dafür war, dass sein Nachfolger über eine Nominierung entscheiden solle.

Die Veranstalter orientierten sich bei den Protesten am ersten „Women’s March“, der 2017 unmittelbar nach der Wahl Trumps stattgefunden hatte. Damals nahmen rund drei Millionen Menschen an den Protesten teil. Wegen den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie beteiligten sich in diesem Jahr wesentlich weniger Menschen.

Anzeige
Die Schicksalswahl Der Newsletter mit Hintergründen und Analysen zur Präsidentschaftswahl in den USA.

Senat stimmt am 22. Oktober über Barrett ab

Anzeige

Im Zuge der Demonstrationen hatten viele Teilnehmer den sogenannten „Pussy Hat“ in Anlehnung an die Aussage Trumps, er könne dank seiner Berühmtheit jeder Frau in den Schritt fassen, auf. Darüber hinaus trugen weitere Teilnehmer in Erinnerung an Ginsburg einen weißen Kragen.

Am 22. Oktober stimmt der US-Senat darüber ab, ob die 48-jährige Barrett Richterin am Supreme Court wird. Die Kandidatin gilt als erzkonservativ. In ihrer Befragung durch den Justizausschuss lehnte sie es ab, wissenschaftliche Erkenntnisse zum Klimawandel deutlich anzuerkennen. Auch zu den Themen Abtreibung und der von Obama eingeführten Gesundheitsversorgung traf sie keine Aussage.

RND/ch


“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen