Wolfgang Schäuble hat bei Biden „ein gutes Gefühl“

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble.

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble.

Berlin. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) setzt große Hoffnungen auf den gewählten US-Präsidenten Joe Biden. „Er mag nicht so charismatisch wie Obama sein, aber ich habe bei Biden als Präsident ein gutes Gefühl“, sagte der 78-Jährige der „Bild am Sonntag“. Biden, der bei seinem Amtsantritt im Januar dann ebenfalls 78 Jahre alt ist, könne auf andere hören und die Besten für sein Team gewinnen. „Schon mit der Wahl seiner Kandidatin für das Vizepräsidentenamt, Kamala Harris, hat er eine kluge Entscheidung getroffen“, sagte Schäuble. Biden wirke sympathisch, in keiner Weise überheblich. Er höre anderen Menschen zu, interessiere sich für sie.

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Niemand werde alle großen Probleme der USA lösen können, sagte Schäuble. „Aber die Hoffnung, dass Joe Biden der Präsident aller Amerikaner wird und die Spaltung des Landes verkleinert, die habe ich. Und dass die USA mit ihm ihren ungeheuer wichtigen Beitrag für unsere Wertegemeinschaft in der Welt wieder leisten können.“ Schäuble fügte hinzu: „Wir müssen wieder begreifen, dass Europa und Amerika fundamentale gemeinsame Interessen und Werte haben: Freiheit, Demokratie und Menschenwürde müssen auch im digitalen Zeitalter unverhandelbar sein.“

„Es isch, wie es isch, und jetzt isch over“

Allerdings würde auch unter Präsident Biden der Streit über Militärausgaben bestehen bleiben. Die Amerikaner beklagten zu Recht, dass die Europäer zu wenig von den Verteidigungslasten trügen.

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Von den Republikanern erwartet Schäuble, dass sie Präsident Donald Trump nach der verlorenen Wahl klar machten, dass er die Niederlage akzeptieren müsse. „Grundsätzlich gibt es das Recht der juristischen Überprüfung“, sagte Schäuble der Zeitung. Allerdings müsse man irgendwann seine Niederlage einsehen. „Und wenn er das nicht tut, müssen genügend Republikaner da sein, die ihm sagen: „Es isch, wie es isch, und jetzt isch over.““

RND/dpa

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