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Wann öffnen Schulen und Kitas? Die Entscheidungen der Länder im Überblick

  • Die Bundesländer entscheiden selbstständig über Öffnungen von Schulen und Kitas.
  • Darauf hatte sich die Ministerpräsidentenkonferenz geeinigt.
  • Ein Überblick, wie die 16 Länder vorgehen.
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Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs und -chefinnen der Bundesländer hatten sich beider vergangenen Ministerpräsidentenkonferenz darauf geeinigt, dass die Länder individuell über die Öffnung von Schulen und Kitas entscheiden.

Bundesweit ist dabei klar: Die Kleinsten stehen bei der Frage nach Öffnungen an erster Stelle. In der Mehrheit der Länder sollen die Öffnungen am 22. Februar beginnen. Wann auch ältere Schülerinnen und Schüler an die Schulen zurückkehren können, ist vielerorts noch unklar und dürfte von der weiteren Entwicklung der Corona-Infektionszahlen abhängen.

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Ein Überblick über die geplanten Öffnungen von Schulen und Kitas in den einzelnen Bundesländern:

Wann öffnen Schulen in Baden-Württemberg?

Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) will die Grundschulen am Montag, 22. Februar mithilfe eines Wechselmodells wieder öffnen. „Das Konzept für den Wiedereinstieg in den Präsenzbetrieb an den Grundschulen liegt bereits vor”, erklärte Eisenmanns Sprecher der Nachrichtenagentur dpa in Stuttgart. Es orientiere sich an den Regelungen, die nach dem ersten Corona-Lockdown im vergangenen Jahr zum Ende der Pfingstferien galten.

„Im Kern geht es um einen Wechselbetrieb, in dem jeweils zwei Klassenstufen in die Präsenz kommen, die beiden anderen Klassenstufen von zu Hause aus lernen.” Damals sei dieses Modell schon an den Grundschulen erfolgreich umgesetzt worden.

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Auch Kitas sollen zu einem Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen zurückkehren. Schüler im Abschlussjahr werden ebenfalls ab Montag im Wechsel von Präsenz- und Fernunterricht unterrichtet. Dabei sollen die Schulen selbst über den Umgang des Präsenzangebots entscheiden.

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Wann öffnen Schulen in Bayern?

In Bayern sollen Grundschulklassen ebenfalls ab dem 22. Februar an die Schulen zurückkehren – aber nur im Wechselunterricht und nur in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von weniger als 100. Auch Kitas sollen an diesem Termin wieder im eingeschränkten Regelbetrieb öffnen.

Zudem sollen nach den Abschlussjahrgängen an Gymnasien und beruflichen Schulen dann auch die Abschlussklassen an Real- und Mittelschulen wieder Präsenzunterricht bekommen. Wann auch für alle anderen Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen wieder Wechselunterricht starten könnte, bleibt dagegen weiter offen.

Wann öffnen Schulen in Berlin?

Der Berliner Senat hat für Schulen und Kitas erste Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen ab dem 22. Februar beschlossen. Die bis zum 12. Februar geltenden Regelungen wie die Aussetzung der Präsenzpflicht würden aber zunächst verlängert, teilte der Bildungssenat mit: “Die meisten Berliner Schülerinnen und Schüler bleiben auch danach im schulisch angeleiteten Lernen zu Hause.”

Ab dem 22. Februar werde dann für die ersten bis dritten Klassen der Grundschulen Wechselunterricht in halber Klassengröße stattfinden, hieß es. Dies geschehe entweder im Umfang von mindestens drei Unterrichtsstunden täglich oder nach schulischer Entscheidung und in Abstimmung mit der Schulkonferenz im tage- oder wochenweisen Wechsel. Eine Notbetreuung werde weiter für Kinder bis zur sechsten Klasse angeboten.

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Abschlussklassen würden zunächst weiter wahlweise schulisch angeleitet zu Hause oder im Wechselmodell mit halber Klassengröße unterrichtet, hieß es. Alle Jahrgänge seien verpflichtet, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Im Freien könne darauf verzichtet werden, wenn ein Mindestabstand von anderthalb Metern eingehalten wird. Praktika fänden nicht statt.

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Wann öffnen Schulen in Brandenburg?

Auch Brandenburg will die Grundschulen bereits am 22. Februar wieder öffnen. Die Schüler werden im Wechsel von Distanz- und Präsenzunterricht unterrichtet.

Wann öffnen Schulen in Bremen?

Bremens Regierungschef Andreas Bovenschulte (SPD) sieht den Weg seines Bundeslandes bei den Regelungen für Schulen und Kitas in der Corona-Pandemie bestätigt. Die Schulen seien in Bremen nie geschlossen, aber mit deutlichen Einschränkungen versehen worden - so gibt es etwa keine Präsenzpflicht.

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Die Grundschulen in der Stadt Bremen sollen angesichts der sinkenden Zahl von Corona- Neuinfektionen ab März zum Präsenzbetrieb in voller Klassenstärke zurückkehren. In der Stadtgemeinde Bremen soll das vom 1. März an der Fall sein, in Bremerhaven wird bis zu den Osterferien in Halbgruppen unterrichtet. Für alle Schüler ab Jahrgangsstufe 5 wird der Unterricht im Wechselmodell fortgesetzt.

Wann öffnen Schulen in Hamburg?

Von der den Ländern eingeräumten Möglichkeit, schon vor dem 7. März Schulen und Kitas zu öffnen, werde man keinen Gebrauch machen, hatte Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) bereits direkt nach den Gesprächen der Länderregierungschefs mit der Kanzlerin deutlich gemacht. Grund seien die Frühjahrsferien, die in Hamburg schon am 1. März beginnen.

Zwar zeigten die Corona-Zahlen in der Hansestadt derzeit in die „richtige Richtung (...) wir wissen aber nicht, wie lange das noch so weitergeht”, sagte Tschentscher. Die Situation sei angesichts der Virusmutanten nach wie vor unsicher, sodass man davon ausgehen müsse, „dass die Lage schwieriger wird”, warnte er.

Wann öffnen Schulen in Hessen?

Hessen werde ab dem 22. Februar für die Schüler der Klassen eins bis sechs das Modell des Wechselunterrichts ermöglichen, kündigte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) nach den Beratungen von Bund und Ländern an. Von Klasse sieben an gelte mit Ausnahme von Abschlussklassen Distanzunterricht. Das soll vorerst bis zu den Osterferien Bestand haben. „Wenn sich ein Inzidenzgeschehen entwickelt, das ganz, ganz weit nach unten geht, können wir über weitere Schritte reden”, sagte Bouffier.

Auch für die Kitas soll ab dem 22. Februar wieder der eingeschränkte Regelbetrieb gelten. „Wir werden beides mit einer erweiterten Teststrategie versehen”, kündigte der Ministerpräsident an. Bislang dürfen Lehrer und Erzieher in Hessen alle zwei Wochen kostenfrei einen Corona-Test machen. „Dies werden wir mindestens mal auf eine Woche verkürzen, das man also schneller getestet wird”, kündigte Bouffier an. Er hoffe auch, dass bald Selbsttests zugelassen würden.

Wann öffnen Schulen in Mecklenburg-Vorpommern?

Mecklenburg-Vorpommern plant den Neustart für die Schulen wenige Tage nach dem Ende der Winterferien. Wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) sagte, sollen am 24. Februar die Klassenstufen 1 bis 6 regional zum Regelbetrieb zurückkehren. Voraussetzung sei, dass im betroffenen Landkreis oder kreisfreier Stadt stabil weniger als 50 Corona-Infektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen registriert wurden. Diesen wichtigen Schwellenwert haben derzeit die Landkreise Vorpommern-Rügen, Rostock, Nordwestmecklenburg sowie die Hansestadt Rostock unterschritten.

Vom 8. März an sollen dann die Schüler der höheren Klassen schrittweise im Wechselunterricht an die Schulen zurückkehren.

Auch Kitas sollen vom 22. Februar an wieder regulär öffnen. Voraussetzung ist jedoch auch hier, dass die entsprechenden Landkreise, beziehungsweise die beiden kreisfreien Städte, einen Inzidenzwert von unter 50 haben.

Wann öffnen Schulen in Niedersachsen?

In Niedersachsen gelten die Corona-Maßnahmen im Bildungsbereich vorerst bis Ende Februar weiter. Die Grundschüler erhalten im sogenannten Szenario B Wechselunterricht in geteilten Klassen unter Beachtung von Abstands- und Hygieneregeln, teilte das Kultusministerium mit. Das Szenario B gelte auch für Kinder mit geistigen Beeinträchtigungen an Förderschulen sowie für Jugendliche, die in diesem Schuljahr ihren Abschluss machen. Es gibt keine Präsenzpflicht.

Die Schuljahrgänge fünf bis zwölf verblieben im reinen Distanzlernen, heiß es weiter, ebenso die Schüler an berufsbildenden Schulen. Die Notbetreuung bis Klasse sechs bleibt bestehen.

Auch die Kindertageseinrichtungen bieten weiterhin eine Notbetreuung in der Regel bis zur Hälfte der üblichen Gruppengrößen an, sind im Grundsatz aber geschlossen.

Ab März wird eine schrittweise Rückkehr zum Präsenzunterricht angestrebt, das Distanzlernen für die weiterführenden Schulen wurde jedoch zunächst auch über den 1. März hinaus verlängert. Die aktuelle Entwicklung der Corona-Zahlen lasse größere Lockerungen an den Schulen nicht zu, sagte eine Regierungssprecherin laut der “Hannoverschen Allgemeinen Zeitung” am 23. Februar.

Wann öffnen Schulen in Nordrhein-Westfalen?

Am 22. Februar sollen in NRW zunächst nur die Grundschulen, Abschlussklassen und Förderschulen tageweise in einem Wechselmodell in den Präsenzunterricht zurückkehren. Die Kinder sollten dann maximal fünf Tage zu Hause unterrichtet werden. Dann muss es einen Wechsel geben.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat jedoch weitere Öffnungsschritte bei Schulen angekündigt, wenn Nordrhein-Westfalen unter die Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen sinkt. Dann werde es nächste Schritte geben. In dem Fall werde auch über die fünften, sechsten, siebten und weitere Klassen sowie andere Schulformen gesprochen.

Wann öffnen Schulen in Rheinland-Pfalz?

Die Grundschulen in Rheinland-Pfalz sollen am 22. Februar wieder öffnen. „Es ist klar, dass mit Schulen und Kitas die ersten Schritte gemacht werden müssen”, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD). Die Landesregierung habe nach den Bund-Länder-Beratungen beschlossen, „nach der Fastnachtswoche durchzustarten mit Wechselunterricht in der Grundschule”. Dann sollen die Klassen in Gruppen geteilt werden, die abwechselnd zu Hause und in der Schule lernen.

Bei den Kitas ändert sich zunächst nichts.

Wann öffnen Schulen im Saarland?

Das Saarland will Grundschülern ab dem 22. Februar den Wechselunterricht ermöglichen. „Und zwar schauen wir da auch nicht ganz akribisch auf die Inzidenz”, erklärte Ministerpräsident Tobias Hans (CDU).

Das bedeute, dass dieser Schritt auch beim Nichterreichen der Zielmarke von 50 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohner vollzogen werden solle. „Es müssten schon sehr dramatische Veränderungen sein, um uns davon abzubringen”, betonte Hans. Denn der Lockdown habe gezeigt, wie stark der Druck auf Familien sei.

Wann öffnen Schulen in Sachsen?

Die sächsische Regierung hatte Schulen und Kitas bereits am 15. Februar wieder im eingeschränkten Betrieb geöffnet. Eine Pflicht zum Schulbesuch gibt es nicht, Eltern sollen das selbst entscheiden.

Ministerpräsident Michael Kretschmer verteidigte die Regelung gegen Kritik. Es gelte verschiedene Schutzgüter zu berücksichtigen. Die psychische Gesundheit von Kindern, Jugendlichen und Familien gehöre genauso dazu wie der Aspekt der Bildung.

Wann öffnen Schulen in Sachsen-Anhalt?

Mit Blick auf die Schulen werde Sachsen-Anhalt an seiner bisherigen Planung festhalten, vom 1. März an nach und nach zu öffnen, hatte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) angekündigt. Bis dahin wolle das Land „massiv Testmöglichkeiten hochfahren”, damit sich Lehrerinnen und Lehrer sowie Kita-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter besser schützen können.

Wann öffnen Schulen in Schleswig-Holstein?

Grundschüler sollen in Schleswig-Holstein ab 22. Februar wieder in der Schule lernen und Kitas weiter öffnen. Dies gilt aber nicht für Einrichtungen in den Kreisen und kreisfreien Städten, die mit einem höheren Infektionsgeschehen oder der Verbreitung der Corona-Mutationen zu kämpfen haben.

Wann öffnen Schulen in Thüringen?

Nach der neuen geltenden Thüringer Corona-Verordnung sollten am 22. Februar Kindergärten und Grundschulen im eingeschränkten Regelbetrieb landesweit wieder öffnen. Allerdings erließ das Gesundheitsministerium kurzfristig eine Weisung: Demnach sollen Landkreise, die mehr als 200 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen haben, ihre Einrichtungen geschlossen halten. Bei einer Inzidenz zwischen 150 und 200 soll eine Schließung erfolgen, wird aber nicht angeordnet.

RND/mit Agenturmaterial

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