2G oder 3G: Diese Regeln gelten in den einzelnen Bundesländern

  • Immer mehr Bundesländer schärfen vor dem Herbst und Winter ihre Corona-Regeln nach.
  • Vor allem das sogenannte 2G-Modell, das Geimpften und Genesenen mehr Rechte einräumt, rückt vielerorts in Deutschland in den Fokus.
  • Das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) gibt einen Überblick, welche Regelungen in den einzelnen Bundesländern gelten.
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Hannover. Der Herbst und der Winter rücken beständig näher. Die Temperaturen sinken, das Wetter wird wechselhafter, die Menschen halten sich wieder mehr in Innenräumen auf. Trotz fortgeschrittener Impfkampagne ist die Furcht vor rasant steigenden Corona-Fallzahlen wie im vergangenen Jahr groß. Einen erneuten Lockdown haben Bund und Länder bereits ausgeschlossen. Um am Ende nicht doch wieder die Notbremse ziehen zu müssen, ziehen nun immer mehr Bundesländer ihre Corona-Regeln an. Dabei besonders im Fokus: Die sogenannte 2G-Regel, die künftig deutlich stärker zwischen Geimpften und Ungeimpften unterscheidet. Doch nicht alle Länder machen mit, setzen stattdessen weiter auf das 3G-Modell.

Das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) gibt einen Überblick, welche Regelungen in den einzelnen Bundesländern gelten.

Corona-Regeln in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg spielt die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz in der kürzlich aktualisierten Verordnung keine Rolle mehr, zumindest als Gradmesser für Einschränkungen. Stattdessen greift im Südwesten ein mehrstufiges Warnsystem, das sich nach der Auslastung der Krankenhäuser richtet. Zwei Werte stehen im Mittelpunkt: Die Hospitalisierungsinzidenz, die beschreibt, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche wegen einer Corona-Infektion ins Krankenhaus müssen. Und die absolute Auslastung der Intensivbetten mit Covid-Patienten im Land, der sogenannte AIB-Wert.

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Derzeit gilt mit der Basisstufe (Stufe 1) noch das 3G-Modell für viele Lebensbereiche im Land: Wer am öffentlichen Leben teilhaben will, muss geimpft, genesen oder getestet sein. Dafür reicht die Vorlage eines negativen Antigen-Tests. In der Warnstufe (Stufe 2) müssen Ungeimpfte dann einen PCR-Test für öffentliche Veranstaltungen in geschlossenen Räumen vorlegen. Auch Sport im Freien ist nur für negativ Getestete, für Genesene oder für Geimpfte möglich. Der Zutritt zu Sportanlagen in geschlossenen Räumen ist nicht-immunisierten Personen dann nur nach Vorlage eines PCR-Tests gestattet. In der Warnstufe darf sich zudem nur ein Haushalt nur noch mit fünf, in der Alarmstufe mit einer weiteren Person treffen.

Mit der Alarmstufe (Stufe 3) tritt das 2G-Prinzip in Kraft. Kinos, Restaurants, Galerien, Museen, Messen, Volksfeste, Vereinsfeiern und viele andere Bereiche bleiben dann für Ungeimpfte tabu. Sport ist sowohl im Freien als auch in geschlossenen Räumen nur noch für geimpfte oder genesene Personen erlaubt. Kinder und Jugendliche sind von dieser 2G-Regelung ausgenommen.

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Corona-Regeln in Bayern

In Bayern sind neue Regeln in Kraft, die auch eine „Krankenhausampel“ als Indikator umfassen. 2G sei „theoretisch möglich und nicht verboten, aber nicht vom Staat vorgeschlagen“, hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) gesagt.

Corona-Regeln in Berlin

Geimpfte und genesene Menschen in Berlin können in der Corona-Pandemie mit weiteren Erleichterungen rechnen. Der Senat beschloss am Dienstag die Einführung eines 2G-Optionsmodells. Für etliche Bereiche können die Betreiber dann selbst entscheiden, ob sie den Zutritt zu Innenräumen wie bisher Geimpften, Genesenen und Getesteten (3G) erlauben oder unter Wegfall etwa der Maskenpflicht und mit mehr Teilnehmern nur noch Geimpften und Getesteten (2G).

Nach den Worten von Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) gilt die geänderte Corona-Rechtsverordnung voraussichtlich ab dem 18. September etwa für die Gastronomie, bei Veranstaltungen oder im Sport- oder Kulturbereich. Auch körpernahe Dienstleistungen wie Friseursalons oder touristische Angebote können auf 2G umschwenken. Bei Großveranstaltungen dürfen Räume unter 2G-Bedingungen zu 100 Prozent ausgelastet sein – allerdings bei einer weiter geltenden Obergrenze von 25.000 zeitgleich anwesenden Personen.

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2 G, 3 G – Bundesländer verändern Corona-Regeln
1:58 min
Die Verschärfungen und Einschränkungen vor allem für Ungeimpfte seien notwendig, weil in dieser Gruppe die Infektionen stark anstiegen.  © Reuters
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Außerdem sollen ausschließlich unter 2G-Bedingungen, also nur für Geimpfte und Genesene, laut Senatorin beispielsweise „Prostitutionsveranstaltungen“ oder Saunen mit Aufgüssen und Dampfbäder wieder erlaubt sein. Gottesdienste, Parteiversammlungen oder bei rechtlich vorgeschriebenen Treffen etwa von Betriebsräten oder Wohnungseigentümern soll es beim 3-G-Modell bleiben. Auch im Einzelhandel ist Kalayci zufolge nicht daran gedacht, 2G einzuführen.

Nach breiten Protesten gegen das neue 2G-Optionsmodell hat der Berliner Senat am Mittwoch doch eine Ausnahme für Kinder beschlossen. Neben Geimpften und Genesenen sollen nun auch Kinder unter zwölf Jahren Zugang zu Restaurants oder Veranstaltungen haben, die diese 2G-Regel anwenden. Darauf verständigte sich der Senat am Mittwoch nach breitem Protest gegen das am Vortag beschlossene 2G-Optionsmodell, das keine solchen Ausnahmen vorsah.

Corona-Regeln in Brandenburg

In Brandenburg gilt das 2G-Optionsmodell. Das heißt: Gastronomen, Hoteliers und Veranstaltungsorganisatoren können sich dafür entscheiden, nur Geimpfte und Genesene zu empfangen. Für die eingelassenen Gäste fallen dann Abstands- und Maskenpflicht weg. Das Kabinett hatte diese Regel, die zuerst in Hamburg eingeführt worden war, am Dienstag als Option beschlossen. Für Kinder unter zwölf Jahren gilt sie nicht.

Keine Zugangs-Einschränkungen für Ungeimpfte gibt es in Kitas, Schulen, Ämtern, Museen, Bibliotheken und Schwimmbädern, im Einzelhandel und im öffentlichen Nahverkehr. Im Land gilt künftig eine Corona-Warnampel. Die Zahl der Krankenhauspatienten ist dabei das wichtigste Kriterium.

Corona-Regeln in Bremen

Das Bundesland Bremen folgt dem Beispiel anderer Länder und entwickelt einen Stufenplan zum Umgang mit der Corona-Pandemie. Dieser werde dann eine Entwarnungsstufe bei niedrigen Corona-Werten, eine Risikostufe bei hohen Werten und wahrscheinlich zwei Stufen dazwischen enthalten, teilte Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) in einer Regierungserklärung in der Bürgerschaft mit.

Mit diesem Stufenmodell könne Bremen angesichts der sehr guten Impfquote im Bundesland gut durch den Winter kommen, so Bovenschulte. Zusätzlich zum bisherigen Inzidenzwert als Gradmesser werde als Grundlage auch die Belegung der Intensivstationen und die Hospitalisierungsinzidenz als neuer Leitindikator berücksichtigt. Letzterer spiegelt die Neuaufnahme von Patienten in den vergangenen sieben Tagen wegen einer Corona-Infektion wider.

Zudem könne man sich anders als bislang durchaus vorstellen, dass in einigen Bereichen, etwa in der Gastronomie, in Clubs und in Konzerten, von der sogenannten 3G-Regelung abgewichen und dort 2G ermöglicht werde. Nach der 2G-Regel wird der Zutritt zu bestimmten Bereichen nur gewährt, wenn Menschen gegen das Coronavirus geimpft oder genesen sind. Ein negativer Corona-Schnelltest reicht dann anders als bei der 3G-Regelung nicht mehr aus.

Corona-Regeln in Hamburg

In Hamburg können Fußballstadien ab dem 25. September unter 2G-Bedingungen wieder bis zum letzten Platz besetzt werden. Auch in den Clubs dürften Geimpfte und Genesene ab Samstag wieder ohne Maske und abstandslos tanzen, wie die stellvertretende Senatssprecherin Julia Offen sagte.

Eine entsprechende Anpassung der Corona-Eindämmungsverordnung, in der die Maskenpflicht und die Kapazitätsgrenzen unter 2G-Bedingungen wegfallen, sei derzeit in Arbeit und werde rechtzeitig zum Samstag (25. September), 0 Uhr, in Kraft treten. Ferner habe der Senat beschlossen, dass 12- bis 17-Jährige Ungeimpfte „bis auf weiteres“ an 2G-Veranstaltungen teilnehmen dürfen. Bisher galt dafür eine Übergangsfrist von sechs Wochen.

Hamburg hatte Ende August als erstes Bundesland das 2G-Optionsmodell eingeführt. Demnach können Betreiber selbst entscheiden, ob sie nur Geimpfte und Genesene reinlassen, die dann von vielen Corona-Beschränkungen befreit sind. Unter anderem Restaurants, Kneipen, Kinos, Theater, Museen und Zoos können ihre Einrichtungen damit wieder voll nutzen.

Wenn sie nur Geimpfte und Getestete einlassen, gibt es keine Kapazitätseinschränkungen mehr. Auch das Abstandsgebot und die Testpflicht in geschlossenen Räumen sind dann aufgehoben. Die Maskenpflicht blieb jedoch zunächst bestehen. „Mit der 2G-Option wurde nach dem Worten eines Senatssprechers dem Infektionsschutz Rechnung getragen. Viele Einrichtungen erhielten damit überhaupt wieder die Möglichkeit, ihre Angebote zu unterbreiten.

Corona-Regeln in Hessen

Hessen lockert die Corona-Regeln für Geimpfte und Genesene und legt den Fokus bei der Beurteilung der Corona-Lage auf die Situation in den Krankenhäusern. Neben der verpflichtenden 3G-Regelung in vielen Innenbereichen gilt in Hessen zudem ein 2G-Optionsmodell. Veranstalter und private Betreiber haben damit die Möglichkeit, nur noch geimpfte und genesene Menschen in ihre Läden zu lassen. Für Besucher gelten dann in den teilnehmenden Einrichtungen - zum Beispiel Restaurants, Cafés, Kinos oder Friseursalons - keine Maskenpflicht und keine Abstandsregeln.

Bei dem freiwilligen 2G-Modell fällt auch die sonst geltende Beschränkung für die Zahl der Gäste in Innenräumen für Geimpfte und Genesene weg. Kinder und Jugendliche bis zwölf Jahre können an den 2G-Angeboten und -veranstaltungen in Hessen auch ohne Impfung teilnehmen. Ansonsten gilt in Hessen weiter in vielen Innenbereichen verpflichtend die 3G-Regelung. Das trifft etwa für den Besuch von Veranstaltungen, Freizeiteinrichtungen, Museen, Sportstätten und Gaststätten zu. Für Events und Veranstaltungen unter freiem Himmel ist kein 3G-Nachweis mehr nötig. Die einzige Ausnahme sind Veranstaltungen mit mehr als 1000 Gästen.

Corona-Regeln in Mecklenburg-Vorpommern

In der aktuellen Debatte um die weitere Corona-Strategie setzt Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) auf die Beibehaltung der 3G-Regelung. Es gelte, noch mehr Menschen zu überzeugen, sich impfen zu lassen. Dazu würden weiterhin mobile Impfangebote vor allem im ländlichen Raum gemacht. „2G verpflichtend heißt, dass wir Menschen, die sich noch nicht haben impfen lassen, vollständig ausschließen aus der Gastronomie, aus dem Tourismus, aus der Kultur“, begründete Schwesig ihre Haltung. Veranstaltern sei es aber unbenommen, selbst 2G festzulegen.

Corona-Regeln in Niedersachsen

Die sogenannte 2G-Regel wird in Niedersachsen künftig in vielen Bereichen angewendet werden können - etwa in der Gastronomie, bei Kultur- oder Sportveranstaltungen. Betreiber und Veranstalter, die sich dazu entscheiden, nur noch Geimpften und Genesenen (2G) Zutritt zu gewähren, sind in ihren Betrieben und Einrichtungen von der Durchsetzung der Maskenpflicht und Abstandsregeln befreit. Eine entsprechende Änderungsverordnung tritt am Mittwoch in Kraft und gilt bis zum 10. November, wie die Landesregierung am Dienstag ankündigte.

Die Freiheiten für Geimpfte und Genesene werden damit ausgeweitet. Für Ungeimpfte wird das Leben hingegen aufwendiger, ein negativer Corona-Test reicht für den Zutritt zu bestimmten Bereichen dann nicht mehr aus. Wie Claudia Schröder vom Corona-Krisenstab der Landesregierung mitteilte, dürfen aber Menschen, denen aus medizinischen Gründen eine Impfung nicht empfohlen wird, nicht ausgeschlossen werden. Auch Menschen bis 18 Jahre sollen ohne Impfung oder Genesung Zutritt bekommen, da sie sich regelmäßig vor dem Schulbesuch testen. Kinder, die jünger als zwölf Jahre sind, können sich noch nicht impfen lassen.

In der derzeitigen Corona-Verordnung für Niedersachsen können Betreiber von Diskotheken, Clubs und Shishabars bereits den Zugang auf Gäste beschränken, die geimpft oder genesen sind. Dann muss zum Beispiel keine Maske mehr getragen werden.

Corona-Regeln in Nordrhein-Westfalen

Wie in Bayern wurden in Nordrhein-Westfalen bisher keine konkreten Pläne für eine landesweite Umsetzung angekündigt. Im einwohnerstärksten Bundesland Nordrhein-Westfalen gilt weiter das 3G-Modell. „Ich glaube, man muss den Menschen schon eine Möglichkeit geben, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen“, so NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) im Interview mit der „Neue Westfälische“. Ungeimpfte müssten aber entsprechende Corona-Tests selbst bezahlen. Die kostenlosen Corona-Bürgertests laufen am 10. Oktober bundesweit aus.

Laumann schließe aber eine 2G-Regel nicht „für alle Ewigkeit aus“. Ausschlaggebend für eine Ausweitung der Regeln sei jedoch eine Verschärfung der Corona-Lage im Land, vor allem bei der Hospitalisierungsrate. Der NRW-Gesundheitsminister machte jedoch klar: „Wenn weitere Einschränkungen kommen, werden es Einschränkungen für Ungeimpfte sein.“

Corona-Regeln in Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz gilt seit Kurzem eine zunächst bis zum 10. Oktober befristete Landesverordnung mit drei Warnstufen, die sich nach Infektions- und Hospitalisierungsinzidenz sowie Intensivbettenbelegung richtet. Seither greift auch die Regel „2G plus“: Demnach sind für Geimpfte und Genesene (2G) unbegrenzte Zusammenkünfte möglich. Dazu kann eine bestimmte Anzahl von lediglich getesteten Menschen hinzukommen (plus).

Der Zutritt von nicht immunisierten – also weder geimpften noch genesenen – Menschen wird mit höherer Warnstufe schrittweise reduziert, um eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern. Kinder bis elf zählen nicht mit, da eine Impfung derzeit erst ab zwölf Jahren zugelassen ist.

Corona-Regeln im Saarland

Das Saarland verzichtet bislang auf den Einsatz einer 2G-Regelung. „Ehrlich gesagt möchte ich keine Gesellschaft haben, in der Menschen, die schwanger sind, oder Familien mit Kindern nicht mehr vor die Tür gehen und nicht mehr ins Restaurant gehen können. Das kann nicht sein“, sagte Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) Anfang September. Für den öffentlichen Raum halte er die G-Regel (geimpft, genesen, getestet) für absolut ausreichend und auch gut geeignet, der Pandemie die Stirn zu bieten. „Wenn es hart auf hart kommt“, sei aber auch ein 2-G-Modell möglich, zitierte ihn die „Saarbrücker Zeitung“.

Corona-Regeln in Sachsen

Sachsen setzt in der Corona-Pandemie künftig verstärkt auf das 2G-System. Die Möglichkeit, nur noch Geimpften und Genesenen Zutritt zu gewähren, soll für die Innengastronomie, Veranstaltungen in Innenräumen, Events von bis zu 5000 Personen, Hallenbäder und Saunen sowie Diskotheken und Clubs gelten. Die Regelung ist in der am Dienstag vom Kabinett beschlossenen neuen Corona-Schutzverordnung als Optionsmodell formuliert.

Niemand sei verpflichtet, jeder könne das für sich selbst abwägen, sagte Sozialministerin Petra Köpping (SPD). Wenn die Einrichtungen 2G nutzen, fallen Beschränkungen wie Maskenpflicht und das Abstandsgebot weg, allerdings muss eine Einlasskontrolle erfolgen. Für Kinder unter 16 Jahren gilt das 2G-Modell nicht.

Corona-Regeln in Sachsen-Anhalt

Auch in Sachsen-Anhalt gilt das 2G-Modell als Option für die Gastronomie, die Kultur und für weitere Veranstaltungen. Wenn sich die Betreiber dafür entscheiden, nur Geimpfte und Genesene einzulassen sowie Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren, könne auf die Maskenpflicht, Abstandsregeln und Kapazitätsbeschränkungen verzichtet werden, erklärte Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD). 2G gilt dann auch für die Beschäftigten.

Wer von der 2G-Option Gebrauch mache, müsse das beim Gesundheitsamt anmelden. Zudem sei ein Aushang vor Ort nötig. Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) betonte: „Es ist ein ganz freiwilliges Angebot.“ Entsprechend ist es weiter möglich, das 3G-Modell zu nutzen. Dann gelten aber weiter die Vorgaben mit Blick auf Masken, Abstände und Kapazitätsbeschränkungen. Möglich ist den Angaben zufolge auch, 2G- und 3G-Zugangsmodelle im stunden- oder tageweisen Wechsel zu nutzen.

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Corona-Regeln in Schleswig-Holstein

Schleswig-Holsteins Regierung setzt auf die 3G-Regel. Seit dem 20. September ist sowohl für Geimpfte, Genesene und Getestete bei Veranstaltungen, beim Sport und in der Gastronomie die Maskenpflicht entfallen. „Überall da, wo 3G in Schleswig-Holstein eingehalten werden kann, gelten in Zukunft keinerlei Beschränkungen mehr“, sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU). In den Schulen bleibt die Maskenpflicht dagegen mindestens bis nach den Herbstferien bestehen.

Sollte sich die Lage in den Krankenhäusern jedoch verschärfen – das Land will sich dabei auf die Belegung der Intensivbetten konzentrieren – „gilt 2G mit der Wahlmöglichkeit für 3G“, so Günther.

Corona-Regeln in Thüringen

Veranstalter und Betreiber von Messen, Jahrmärkten, Diskotheken oder Tanzclubs sollen in Thüringen künftig zwischen zwei Modellen wählen können, wie sie den Zutritt zu ihren Veranstaltungen beschränken. Beim 2G-Modell sollen nur geimpfte oder von Covid-19 genesene Menschen ohne Symptome Zutritt haben, wie Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung erläuterte.

Beim 3G-plus-Modell können zudem auch Ungeimpfte in den Club oder zur Messe, wenn sie einen höchstens 48 Stunden alten PCR-Test vorzeigen können oder einen speziellen Alternativtest, der höchstens 24 Stunden alt sein darf. Ein oft verwendeter Antigen-Schnelltest reicht dafür aber nicht.

Wer eines der beiden Modelle auswählt, kann auf einige bisher geltende Infektionsschutzregeln verzichten. „Insbesondere geht es um Fragen des Mindestabstandes und des Tragens einer Mund-Nasen-Bedeckung“, sagte Werner. Beim 3G-plus-Modell sind die Regeln aber ein bisschen strenger als beim 2G-Modell.

Die Pläne der Landesregierung müssen noch im Parlament besprochen werden. Dadurch können sich noch Änderungen ergeben. Eine Umsetzung ist für Anfang Oktober angepeilt. Bereits jetzt sehen die Pläne Ausnahmen vor – etwa für Kinder und Jugendliche, sowie für Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können.

RND/jst mit Material der dpa

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