U-Ausschuss zu Wirecard: AfD-Politiker Gottschalk zum Vorsitzenden gewählt

  • Im Sommer hatte der inzwischen insolvente Zahlungsdienstleister Wirecard Luftbuchungen in Milliardenhöhe eingeräumt.
  • Nun ist der Untersuchungsausschuss dazu im Bundestag zum ersten Mal zusammengekommen.
  • Und hat den AfD-Abgeordneten Kay Gottschalk zum Vorsitzenden gewählt.
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Berlin. Der AfD-Abgeordnete Kay Gottschalk ist zum Vorsitzenden des Untersuchungsausschusses zum Bilanzskandal um den ehemaligen Dax-Konzern Wirecard gewählt worden. Der Ausschuss traf sich am Donnerstag zu seiner ersten Sitzung, bei der unter anderem eine Liste möglicher Zeugen diskutiert werden sollte.

Die neun Abgeordneten wollen in den kommenden Monaten unter anderem herausfinden, ob das deutsche Fintech-Unternehmen als aufstrebender Börsenstar von den Aufsichtsbehörden mit Samthandschuhen angefasst wurde. Der inzwischen insolvente Dax-Konzern hatte im Sommer Luftbuchungen von 1,9 Milliarden Euro eingeräumt. Die Firma saß als Dienstleister für bargeldlose Zahlungen an Ladenkassen und im Internet an der Schnittstelle zwischen Händlern und Kreditkartenfirmen - in einem hart umkämpften Markt.

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AfD-Politiker Gottschalk leitet Wirecard-Untersuchungsausschuss
1:56 min
Am Donnerstag war die erste Sitzung des parlamentarischen Untersuchungsausschusses. Geplante Zeugen sind Merkel, Scholz, Altmaier und Söder.  © Reuters
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Nach bisherigem Stand der Ermittlungen machte Wirecard jahrelang Verluste. Die Münchner Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass das Unternehmen seit 2015 Scheingewinne auswies. Mehr als drei Milliarden Euro könnten verloren sein. Die Finanzaufsicht Bafin und eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft stehen in dem Fall in der Kritik.

RND/dpa

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