Bundestag beschließt Untersuchungsausschuss zu Wirecard

  • Im Juni hatte der mittlerweile insolvente Zahlungsdienstleister Wirecard Luftbuchungen in Milliardenhöhe zugegeben.
  • Inwieweit wussten Bundesregierung und Behörden über die Geschehnisse bei Wirecard Bescheid?
  • Nun wurde ein Untersuchungsausschuss beschlossen, der dieser Frage und weiteren nachgehen soll
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Berlin. Der Bundestag hat die Einsetzung des geplanten Untersuchungsausschusses im Wirecard-Skandal beschlossen. Für den Aussschuss stimmten am Donnerstag im Bundestag AfD, FDP, Grüne und Linke. Die Regierungsfraktionen Union und SPD enthielten sich. Die nötige Zustimmung von mindestens einem Viertel der 709 Bundestagsabgeordneten war damit weit erreicht und sogar deutlich überschritten.

Der Untersuchungsausschuss soll klären, inwiefern die Bundesregierung sowie Behörden über Vorkommnisse bei Wirecard informiert waren und ob sie ihren Aufsichtspflichten nachgekommen sind. Er soll neun Mitglieder haben. Der Ausschuss kann Zeugen und Sachverständige vernehmen und Akteneinsicht verlangen.

Wirecard hatte Luftbuchungen in Milliardenhöhe eingeräumt

Im Juni hatte der inzwischen insolvente Zahlungsdienstleister Wirecard Luftbuchungen von 1,9 Milliarden Euro eingeräumt. Die Münchner Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Wirecard seit 2015 Scheingewinne auswies. Der Schaden für die kreditgebenden Banken und Investoren könnte sich auf 3,2 Milliarden Euro summieren.

RND/dpa

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