Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

 

Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Unabhängigkeit von Energieimporten

Windenergie: Baerbock baut Zusammenarbeit mit Ostsee-Staaten aus

25.05.2022, Norwegen, Kristiansand: Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen), Außenministerin, spricht während der Tagung der Außenminister des Ostsee-Rat auf einer Pressekonferenz. Der 1992 gegründete Ostsee-Rat ist ein politisches Forum zur regionalen Zusammenarbeit.

Deutschland will beim Ausbau der Offshore-Windenergie in der Ostsee mit anderen Staaten in der Region enger zusammenarbeiten. Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) kündigte am Mittwoch beim Treffen der Staaten des Ostseerats im norwegischen Kristiansand an, man wolle die erste gemeinsame Offshore-Windkraftanlage schaffen. Dies sei nicht nur notwendig, um klimaneutral zu werden, sondern auch um Energiesicherheit zu gewährleisten.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Deutschland wolle dafür seinen am 1. Juli beginnenden Vorsitz im Ostseerat nutzen, zu dem elf Staaten und die Europäischen Union gehören. Mit Norwegen und Island sind auch zwei Länder dabei, die nicht direkt an die Ostsee grenzen. In der vergangenen Woche kündigte die Bundesregierung bereits eine ähnliche Kooperation beim Offshore-Windausbau in der Nordsee an.

25.05.2022, Norwegen, Kristiansand: Grzegorz Marek Poznanski (l-r), Generalsekretär des Ostseerates, Edgars Rinkevics, litauische Außenminister, Johanna Sumuvuori, Finnische Staatssekretärin des Außenministeriums, Ann Linde, Schwedische Außenministerin, Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen), Außenministerin, Eva-Maria Liimets, Estische Außenministerin, Anniken Huitfeldt, Norwegische Außenministerin, Gabrielius Landsbergis, Außenminister von litauen, Marcin Przydacz, Unterstaatsekretär des Polnischen Außenministeriums, Thordis Kolbrun Reykfjörd Gylfadottir, Isländische Außenministerin, Helena König, Stellvertretende Generalsekretärin des Europäischen Auswärtigen Dienst, und Jeppe Kofod, Dänischer Außenminister, treffen sich während der Tagung der Außenminister des Ostsee-Rates. Der 1992 gegründete Ostsee-Rat ist ein politisches Forum zur regionalen Zusammenarbeit.

25.05.2022, Norwegen, Kristiansand: Grzegorz Marek Poznanski (l-r), Generalsekretär des Ostseerates, Edgars Rinkevics, litauische Außenminister, Johanna Sumuvuori, Finnische Staatssekretärin des Außenministeriums, Ann Linde, Schwedische Außenministerin, Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen), Außenministerin, Eva-Maria Liimets, Estische Außenministerin, Anniken Huitfeldt, Norwegische Außenministerin, Gabrielius Landsbergis, Außenminister von litauen, Marcin Przydacz, Unterstaatsekretär des Polnischen Außenministeriums, Thordis Kolbrun Reykfjörd Gylfadottir, Isländische Außenministerin, Helena König, Stellvertretende Generalsekretärin des Europäischen Auswärtigen Dienst, und Jeppe Kofod, Dänischer Außenminister, treffen sich während der Tagung der Außenminister des Ostsee-Rates. Der 1992 gegründete Ostsee-Rat ist ein politisches Forum zur regionalen Zusammenarbeit.

Die Kooperation mit der EU und gleichgesinnten Staaten sei entscheidend, betonte Baerbock bei einem gemeinsamen Auftritt mit ihrer norwegischen Amtskollegin Anniken Huitfeld und dem litauischen Außenminister Gabrielius Landsbergis. Nur so sei es möglich, unabhängiger von anderen Staaten zu werden und zu verhindern, dass man erpressbar sei.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Es ist das erste Treffen des Ostseerates nach dem Ausschluss und Austritt Russlands aus dem Gremium wegen des Angriffskriegs in der Ukraine. Im Hintergrund der verstärkten Zusammenarbeit im Energiebereich steht das Ziel, unabhängiger von Energielieferungen aus Russland und von fossilen Energielieferungen allgemein zu werden.

Norwegen dankt Baerbock für Führungsrolle im Ukraine-Konflikt

Die norwegische Außenministerin Huitfeld bedankte sich nach dem gemeinsamen Treffen mit Amtskollegin Baerbock auch für die Führungsrolle der Deutschlands im Konflikt in der Ukraine. Auch Baerbocks persönliche Führungsrolle lobte Huitfeld ausdrücklich. Deutschlands Außenpolitik und Verantwortungsrolle innerhalb der Nato habe seit der Invasion Russlands in der Ukraine eine Wende durchgemacht.

Auch Litauen schätzt die Verantwortung, die die Bundesregierung im Ukrainekonflikt übernommen habe, wies aber auch auf das Zögern Deutschlands hin. „Wir mussten alle Geduld zeigen mit Deutschland“, so Landsbergis. Mit Blick auf die großen Unterschiede der deutschen Außenpolitik vor und nach Kriegsbeginn zeigte der Außenminister allerdings Verständnis. Russlands Krieg in der Ukraine werde Europa neu definieren. Daher müsse man hitzigen Debatten über große Sicherheitsfragen in den Hauptstädten Europas durchaus mit Geduld gegenübertreten, so der Litauer.

RND/dpa/hyd

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Laden Sie sich jetzt hier kostenfrei unsere neue RND-App für Android und iOS herunter

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.