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Julian Assange erhält Stuttgarter Friedenspreis

  • Schon seit April 2019 sitzt Wikileaks-Gründer Julian Assange in einem Gefängnis in London.
  • Die USA werfen dem Australier Spionage und Geheimnisverrat vor.
  • Die Bürgerorganisation "Die AnStifter" betont hingegen ein "Recht auf bedingungslose Informations- und Pressefreiheit" und zeichnet Assange mit dem Stuttgarter Friedenspreis aus.
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Stuttgart. Wikileaks-Gründer Julian Assange erhält den Stuttgarter Friedenspreis der Bürgerorganisation "Die AnStifter". Die Ehrung solle deutlich machen, dass das "Recht auf bedingungslose Informations- und Pressefreiheit" nicht nur geschützt, sondern durchgesetzt werden muss, sagte am Dienstag die Vorsitzende der Organisation, Annette Ohme-Reinicke. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis soll am 6. Dezember in Stuttgart verliehen werden.

Informations- und Pressefreiheit sei ein Recht, das einst gegen Tyrannen und Despoten erstritten wurde, heißt es weiter. Seit der ersten Erklärung der Menschenrechte von 1789 gehöre es in Europa zu den unveräußerlichen Grundlagen einer demokratischen Gesellschaft. Die scharfe Repression gegen Julian Assange richte sich auch gegen die Verwirklichung einer umfassenden politischen Information aller Menschen.

Assange sitzt in London in Haft

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Der 48-Jährige sitzt seit April 2019 in London in Haft. Die USA werfen dem Australier Spionage und Geheimnisverrat vor. Hintergrund ist die Veröffentlichung von geheimen militärischen und diplomatischen Dokumenten auf der Plattform Wikileaks im Jahr 2010. Ob er an die USA ausgeliefert wird, soll in einer Anhörung im September entschieden werden.

Zuvor hatte sich Assange sieben Jahre lang in der ecuadorianischen Botschaft in London aufgehalten, um einer Auslieferung nach Schweden wegen Vergewaltigungsvorwürfen zu entgehen. Dieses Verfahren wurde inzwischen eingestellt.

Mit dem Stuttgarter Friedenspreis zeichnen "Die AnStifter" seit 2003 Menschen und Projekte aus, die sich in besonderer Weise für Frieden, Gerechtigkeit und Solidarität einsetzen.

RND/epd

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