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Unter Beifall: Querdenken-Demonstrantin zerreißt Regenbogenfahne

Querdenker vor der Wiener Karlskirche.

Die Demonstranten der sogenannten Hygienedemos gegen Corona-Regeln könnten gar nicht unterschiedlicher sein. Hippies, Bürgerliche und Rechtsextreme laufen nebeneinanderher, vereint in der Sache: “querdenken” gegen das Establishment – “die da oben”. In Wien sind nun die Unterschiede zwischen den Gruppierungen deutlich geworden.

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Unter Beifall zerreißen Querdenker eine Regenbogenfahne auf einer Bühne vor der Wiener Karlskirche. In den sozialen Medien dokumentieren Videos den homophoben Aufruf. Die Redner verunglimpfen Homosexuelle als “Kinderschänder”. Eine Rednerin brüllt nach dem Zerreißen der LGBTIQ-Fahne: “Ihr seid kein Teil unserer Gesellschaft!”

Zur Kundgebung mit etwa 1000 Menschen erschienen der Polizei zufolge auch etliche Rechtsextreme. Ähnlich wie in Berlin, als versucht wurde, den Reichstag zu stürmen, schwenkten viele Demonstranten die Reichsfahne.

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Das Ziel der Versammlung war laut Hannes Brejcha von den Querdenkern Wien, die Menschen “aus dieser Corona-Diktatur” zu befreien. Ein grüner Gemeinderat der Stadt Wien kündigte bereits eine Untersuchung des Vorfalls an. Auch die SPÖ verurteilte die homophoben Parolen: “Ihr seid Teil unserer Gesellschaft – egal, wen ihr liebt! Was kein Teil unserer Gesellschaft ist, sind Hass und Hetze! Meine Solidarität gilt der gesamten LGBTIQ-Community. Ich verurteile jeden Angriff auf sie aufs Schärfste”, schrieb Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) auf Twitter. Auch Vertreter der Neos reagierten in sozialen Medien empört.

Experten befürchten rechte Unterwanderung der Corona-Demos

Polizei und Experten warnen nach den jüngsten Ausschreitungen bei Querdenken-Demos immer wieder vor einer zunehmenden Radikalisierung von rechts. Der Extremismusforscher Alexander Häusler sprach am Montag im WDR-5-“Morgenecho” von einer besorgniserregenden Mischung verschiedener Strömungen und einer deutlichen Radikalisierung.

Es sei nicht nur eine fehlende Distanzierung von Rechtsextremen zu beobachten, sondern auch eine zunehmende Übernahme von Verschwörungsanschauungen, eine offene Ablehnung des demokratischen Systems und der Wunsch, dagegen einen Volksaufstand zu inszenieren, erklärte der Wissenschaftler vom Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus der Hochschule Düsseldorf.

RND/ka

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