Wieder Krawalle und Festnahmen bei Kundgebung in Hongkong

  • Zehntausende Menschen haben in Hongkong gegen chinesische Menschenrechtsverletzungen demonstriert.
  • Die Polizei ging nach 90 Minuten mit Tränengas, Pfefferspray und Gummigeschossen gegen Demonstranten vor.
  • Eine unbekannte Zahl von Teilnehmern wurde festgenommen.
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Bei einer Kundgebung in Hongkong ist es am Sonntag einmal mehr zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten gekommen. Bereitschaftspolizisten hätten Tränengas gefeuert, nachdem einige der Demonstranten am Rande der Demonstration Beamte in Zivil attackiert hätten, teilte die Polizei mit.

Die Großkundgebung gegen die chinesische Führung mit Tausenden Teilnehmern im Chater Garden wurde abgebrochen. Nach Angaben örtlicher Medien wurde Organisator Ventus Lau festgenommen.

Ihm werde vorgeworfen, die Auflagen für die Kundgebung missachtet zu haben, berichtete der Sender RTHK. Die Polizei hatte zwar die Kundgebung genehmigt, nicht aber einen Marsch, den Lau im Anschluss plante.

Die Demonstranten im Chater Garden skandierten bei der Kundgebung Parolen wie "Befreit Hongkong" und forderten einen Boykott der Kommunistischen Partei. Die Demokratiebewegung in Hongkong verlangt mehr Eigenständigkeit von China, unter anderem durch freie Wahlen ihrer Regierung und ihrer Volksvertreter.

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In einer Rede rief Organisator Lau andere Staaten zu Sanktionen gegen die Regierung Hongkongs auf, wenn diese es nicht erlaube, dass die Bürger in diesem Jahr ihr Parlament selbst wählten. Die Hongkonger Regierung warnte als Reaktion darauf vor einer Einmischung von außen.

In den vergangenen Monaten war es bei den Protesten immer wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen.

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Die sieben Millionen Hongkonger genießen - anders als die 1,3 Milliarden Menschen in der Volksrepublik - weitgehende Rechte wie Versammlungs-, Meinungs- und Pressefreiheit, um die sie aber zunehmend fürchten. Auch fordern sie echte Demokratie, wie es ihnen beim Souveränitätswechsel einst in Aussicht gestellt worden war.

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Hongkong: Massenproteste gehen auch 2020 weiter
1:19 min
Auch zum Jahreswechsel kommen die Proteste der Pro-Demokratie-Bewegung nicht zum halt  © AFP

RND/cle/AP/dpa

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