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Wie Verkehrsminister Scheuer das Bahn-Elend am eigenen Leib erlebte

  • Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) wollte mit der Bahn zu einem Termin nach Hannover fahren.
  • Der ICE ging schon nach zehn Minuten Fahrt kaputt.
  • Was für viele Bahn-Pendler Alltag ist, erlebt nun auch Scheuer – er nahm es gelassen.
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Am Berliner Hauptbahnhof war noch alles in Ordnung: Pünktlich rollte der ICE 944 für seine Fahrt nach Westdeutschland ein. Mit an Bord auch Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). Sein Pressesprecher machte noch Fotos: Minister fährt Zug.

Schöne Fotos könnten vielleicht einige der Kritiker besänftigen, die finden, dass Scheuer zu viel als Auto-Minister und E-Scooter-Propagandist unterwegs ist und die kränkelnde Bahn zu wenig zur Chefsache macht.

Doch die Bahn machte Scheuer und Hunderten anderer Fahrgäste einen Strich durch die Rechnung. Bereits nach zehn Minuten Fahrtzeit meldete der Zugchef eine „technische Störung am Zug“. Reparaturdauer: ungewiss. Der ICE verendete schon in Spandau.

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Die meisten Fahrgäste drängten sich dann in den Folgezug, einen Intercity – auch Scheuer.

Die Fahrt nach Hannover in dem überfüllten Intercity nahm der Verkehrsminister gelassen. „Während der Bahnfahrt sprach er mit mehreren Fahrgästen“, teilte sein Pressesprecher mit. Sie werden ihm einiges über den Alltag mit der Deutschen Bahn erzählt haben.

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Seinen Termin, die Eröffnung der Werkzeugmaschinen-Weltausstellung in Hannover, erreichte Scheuer dann mit „wenigen Minuten Verspätung“. Scheuers Sprecher teilte mit: „Wir machen oft Dienstreisen mit der Deutschen Bahn und kommen fast immer pünktlich ins Ziel.“

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RND/jps