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  • “Widerstand 2020”: Erneute Rücktrittswelle bei Corona-Protest-Partei

Erneute Rücktrittswelle bei Partei “Widerstand 2020”

  • Der während der Corona-Demos bekannt gewordene Arzt und Parteigründer Bodo Schiffmann gibt bei “Widerstand 2020” auf.
  • Die neue Parteichefin legt ihr Amt ebenfalls nieder.
  • Es soll Streit um die Mitglieder-Aufnahme gegeben haben. Schiffmann will nun ein neues Projekt starten.
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Berlin. Die während der Corona-Proteste gegründete Partei “Widerstand 2020” wird erneut von Führungsquerelen erschüttert. Wie Parteigründer Ralf Ludwig am Donnerstagabend in den sozialen Medien bekannt gab, ist die erst vor einer Woche gewählte Parteichefin Sandra Wesolek zurückgetreten. Der Gründer und Vize-Vorsitzende Bodo Schiffmann hat die Partei ganz verlassen, teilte der Mediziner auf Youtube mit.

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Demonstrationen gegen Corona-Einschränkungen
1:43 min
Laut Polizei sei zu inoffiziellen Ansammlungen und zu regulären Versammlungen aufgerufen worden. Etwa zwanzig Demonstrationen wurden in Berlin angemeldet.  © Reuters

Wie bereits beim Austritt der dritten Gründerin Victoria Hamm sollen interne Meinungsverschiedenheiten der Grund gewesen sein. Schiffmann sprach von Streit über die Einführung einer Mitglieder-Software, bei dem zu viele Beteiligte mitreden wollte. “Schwarmintelligenz funktioniert - aber nicht bei so einem Thema", beklagt er sich auf Youtube. Die Protestbewegung hatte über ein Internet-Anmeldeformular mehr als 100.000 Mitglieder geworben. Unklar ist, wie viele dieser Anmeldungen ernsthaft und echt sind. Die Aktivisten stehen nach wie vor am Anfang, die Anmeldungen zu verifizieren.

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Der verbliebene Gründer, der Leipziger Jurist Ralf Ludwig, schrieb im Partei-"Schwarmfunk" auf dem Kurznachrichtendienst Telegram: “Ich wünsche mir, dass wir ab jetzt alle Interessierten in die Partei aufnehmen können und gemeinsam als Schwarm in eine neue Zukunft aufbrechen.”

Schiffmann wiederum kündigte an, ein neues politisches Projekt starten zu wollen, diesmal mit besserer Vorbereitung.

Mit dem Sinsheimer Arzt Schiffmann verliert die Partei jedoch ihr einziges prominentes Mitglied in der Szene der “Hygiene-Demos”. Ludwig adressiert ihn in seiner Telegram-Botschaft direkt: “Lieber Bodo, du hattest den Mut, in einer schweren Zeit dein Gesicht in die Öffentlichkeit zu halten und dich mit Rückgrat dem Mainstream entgegen zu stellen. Ich wäre den Weg gern mit dir weiter gegangen. Ich kann aber auch verstehen, dass wir jetzt an einer Weggabelung stehen, die in andere Richtungen weist.”


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