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Mehrheit der Deutschen befürwortet eine allgemeine Impfpflicht

Immer mehr Deutsche sind für eine allgemeine Impfpflicht.

Etwas mehr als die Hälfte der Deutschen (53 Prozent) befürwortet die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht. Das geht aus dem allgemeinen Trendbarometer von RTL und N-TV hervor. Lediglich 44 Prozent der Befragten sprachen sich dagegen aus. Damit hat sich die Stimmung seit dem Sommer gedreht. Damals konnten sich nur knapp ein Viertel eine Impfpflicht vorstellen.

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Bereit vergangene Woche zeichnete sich ein Trend ab, dass sich mehr Menschen eine Impfpflicht wünschten. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov befürworteten rund zwei Drittel eine Impfpflicht – allerdings nur für bestimmte Berufsgruppen.

Die FDP-Bundestagsfraktion hat daher nun angekündigt, zügig eine eigene und fundierte Debatte über mögliche Impfpflichten in Einrichtungen mit besonders von Corona gefährdeten Menschen zu führen. „Dabei sind ethische Abwägungen und praktische Auswirkungen zu bedenken. Dazu werden wir kurzfristig eine Anhörung von Sachverständigen und Praktikern ansetzen, um die Debatte zu versachlichen“, sagte ein Fraktionssprecher am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

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„Parlamentarische Debatte hätte früher geführt werden müssen“

Bei einer sogenannten einrichtungsbezogenen Impfpflicht geht es darum, die Immunisierung von Pflegepersonal und anderen Beschäftigten in Altenheimen und vergleichbaren Stellen zu regeln. „Eine parlamentarische Debatte über Impfpflichten in Einrichtungen mit vulnerablen Gruppen hätte bereits früher geführt werden müssen. Denn Wirkungen würde eine ausgesprochene Impfpflicht überhaupt erst einige Wochen nach der Impfung erzielen, wenn die Immunisierung eintritt“, sagte der Sprecher.

Nötig wäre bei einer Entscheidung ein „sorgfältig vorbereitetes Gesetzgebungsverfahren angesichts der Erheblichkeit des Grundrechtseingriffs“. „Deshalb verbieten sich darüber Entscheidungen ad hoc“, sagte der Sprecher. „Als Sofortmaßnahme haben wir die Initiative für tägliche Tests in Einrichtungen ergriffen, in denen besonders gefährdete Menschen leben. Zusätzlich müssen diese Gruppen baldmöglichst geboostert werden. Darauf drängen wir.“

RND/dre/dpa

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