Wer nicht widerspricht, soll künftig Organspender sein

Bei der Organspende gilt: Wer zum Spenden bereit ist, muss sich bewusst dafür entscheiden und dies auch dokumentieren. Der Bundestag strebt eine Neuregelung an. Dafür legen Abgeordnete von Union, SPD und Linken einen Vorschlag vor. Mit dabei: ein Minister.

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Berlin. Abgeordnete von Union, SPD und Linken wollen am 1. April einen neuen Gesetzentwurf zur Organspende vorstellen. Vorgeschlagen werden soll die sogenannte Widerspruchslösung. Im Kern solle diese besagen, dass man widersprochen haben müsse, wenn man seine Organe nicht spenden wolle, teilte der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach am Freitag im Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Auch Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist für diese Lösung und will den Gesetzentwurf am kommenden Montag mitpräsentieren. Spahn handele dabei als Abgeordneter, stellte ein Ministeriumssprecher klar.

Der Bundestag will ergebnisoffen und ohne Fraktionszwang über eine Neuregelung zur Organspende abstimmen. Heute gilt die sogenannte Entscheidungslösung, nach der jeder zu Lebzeiten die Möglichkeit hat, sich für eine Organspende zu entscheiden und eine Entscheidung etwa in einem Organspendeausweis zu dokumentieren.

Von RND/dpa

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