Wer hat den besten Impfstoff? – Und wer rettet die Herbergen?

  • Ins deutsche Rennen um einen Corona-Impfstoff ist Bewegung gekommen.
  • Mit dabei ist auch ein bisher unbekannter Außenseiter.
  • Schlecht steht es hingegen um die Zukunft einer deutschen Institution.
Das tägliche Briefing
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Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

zum Start in den Tag gleich eine Abkürzung, die wir uns hoffentlich merken sollten: IDT. Steht für Impfstoffwerk Dessau-Tornau und damit für die Hoffnung darauf, das Coronavirus bald in den Griff zu bekommen.

IDT Biologika ist eines der drei Unternehmen, die von der Bundesregierung Hunderte Millionen Euro an Fördergeld erhalten sollen, um schnell einen sicheren Impfstoff gegen das Coronavirus zu entwickeln. Die beiden anderen sind die weitaus bekannteren Firmen Biontech und Curevac.

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Schnell und sicher – auf beide Attribute legten Anja Karliczek und Jens Spahn gestern großen Wert, als sie die aussichtsreichen deutschen Kandidaten für die Entwicklung vorstellten. Anders als China und Russland will Deutschland nicht an den hohen Standards rütteln, die Impfstoffe erfüllen müssen, bevor sie zugelassen werden.

Und deshalb harrt die wichtigste Frage nach wie vor ihrer Antwort: Wann es einen in Deutschland produzierten Corona-Impfstoff geben wird, ist noch nicht klar. Karliczek nannte Mitte nächsten Jahres als realistisches Ziel, der Chef der deutschen Zulassungsbehörde hofft noch immer auf Ende dieses Jahres. Kurzum: NGWMN – nichts Genaueres weiß man nicht.

Vieles andere ist aber schon bekannt, zum Beispiel, dass es in Deutschland keine Impfpflicht geben soll. Diese und weitere wichtige Fakten zur Suche nach dem besten (Impf-)Stoff haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Und weil wir im RND ein Faible für Abkürzungen haben, noch eine, die sich hoffentlich auch künftige Generationen von Heranwachsenden merken können: DJH. Steht für das Deutsche Jugendherbergswerk und weckt Erinnerungen an Hagebuttentee, erste Küsse und Tischtennis-Rundlauf-Orgien.

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Doch den Jugendherbergen geht es schlecht, sehr schlecht sogar. Das hat akut mit der Corona-Pandemie zu tun, hat aber auch tiefer liegende Ursachen. Unser Kollege Imre Grimm trauert der Jugendherberge jetzt schon nach. In einem sehr persönlichen Abschiedsbrief beschreibt er, was uns verloren gehen würde, wenn das Sterben der Herbergen so weitergeht wie in der vergangenen Zeit.

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Zitat des Tages

Leseempfehlungen

Schneller fertig: Wie lief Ihr Morgen? Der Start in den Tag ist in vielen Familien die stressigste Zeit überhaupt. So erging es auch unserem Autor Birk Grüling immer mal wieder. Bis endlich alle ins Büro, in die Schule oder den Kindergarten aufgebrochen sind, wird viel gemeckert und geschimpft. Also musste ein Plan her, um aus dieser elendigen Stressschleife auszubrechen.

Schneller testen: Ein neues Testverfahren aus Jena könnte zukünftig helfen, Corona-Hotspots schneller zu erkennen. Statt individueller Tests sollen Gruppenproben im Labor geprüft werden. Getestet werden soll zunächst nur in infektiologisch relevanten Bereichen wie Schulen und Pflegeheimen.

Schneller zahlen: Wer im Internet einkauft, hat vermutlich schon einmal das Logo von Klarna gesehen: Der Finanzdienstleister aus Schweden ist das am höchsten bewertete Fintech-Unternehmen Europas, dessen Name vielleicht schon bald an der Börse auftauchen könnte. Gerade erst hat das Unternehmen 650 Millionen Dollar in einer weiteren Finanzierungsrunde eingesammelt. Vor allem der Lockdown hat dem Konzern zugespielt.

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Die Termine des Tages

8 Uhr: Horst Seehofer will im Innenausschuss des Bundestages Auskunft zur geplanten Hilfe für die Geflüchteten geben. Mit Kanzlerin Merkel hat er sich auf die Aufnahme von 1500 weiteren Migranten geeinigt.

9 Uhr: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hält ihre erste Rede zur Lage der EU. Die wichtigsten Themen: Corona, Klimaschutz und Migration.

13 Uhr: “Krankenhausgipfel” der Deutschen Krankenhausgesellschaft. Zu Gast ist auch Gesundheitsminister Jens Spahn.

Der Podcast des Tages

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Der Patient des Tages

Alexej Nawalny geht es besser. Der russische Oppositionelle erholt sich weiterhin in der Berliner Charité von seiner Vergiftung. Via Instagram schickte er eine Nachricht in die Welt. Das Foto zeigt: Daria Nawalny, ihren Bruder Zahar, ihren Vater Alexej und seine Frau Julia. © Quelle: Daria Nawalny/privat/Instagram/d

Jede Stunde neu: unsere News zum Hören

Wir wünschen Ihnen einen guten Start in den Tag.

Aus dem RND-Newsroom: Ihr Christian Palm

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“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
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