• Startseite
  • Politik
  • Weniger Reisen, keine Fans in Stadien: Bundespolizei baut in Pandemie Überstunden ab

Weniger Reisen, keine Fans in Stadien: Bundespolizei baut in Pandemie Überstunden ab

  • Die Beamten der Bundespolizei haben während der Pandemie rund eine halbe Million Überstunden abbauen können.
  • Ihre Menge sank von knapp 2 Millionen Ende 2019 auf knapp 1,5 Millionen.
  • Gründe sind das geringere Reiseaufkommen und des Verbots von Zuschauern bei Spielen der Fußballbundesliga.
Anzeige
Anzeige

Potsdam. Die Beamten der Bundespolizei haben während der Corona-Pandemie rund eine halbe Million Überstunden abbauen können.

Wie das Bundespolizei-Präsidium in Potsdam auf Anfrage mitteilte, sank die Zahl der Überstunden von knapp 2 Millionen Ende 2019 auf knapp 1,5 Millionen am 30. Juni dieses Jahres. Ende 2020 hatte die Zahl der Überstunden noch leicht darunter bei 1,42 Millionen gelegen.

Die Zahl der Überstunden bezieht sich nach Angaben des Präsidiums auf rund 52.000 Mitarbeiter im Vollzug und in der Verwaltung. Rein rechnerisch entfielen dann auf jeden Beschäftigten knapp 29 Überstunden.

Anzeige

Zu den Gründen für den Abbau von Überstunden verwies das Präsidium auf eine Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der FDP-Fraktion im Bundestag. Darin erklärt das Ministerium, dass die einsatzschwächeren Zeiten unter anderem wegen des geringeren Reiseaufkommens und des Verbots von Zuschauern bei Spielen der Fußballbundesliga dazu genutzt worden seien, die Überstunden der Einsatzkräfte abzubauen.

Anzeige

„Für uns ist das ein kurzes Luftholen während der Corona-Pandemie - für die Zeit danach“, sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GDP) für die Bundespolizei, Andreas Roßkopf, der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe deutlich weniger Flugreisende und praktisch keine Begleitung von Fußballfans in Bahnhöfen oder Zügen. „Zum Glück haben wir auch noch keine Grenzkontrollen wegen der Corona-Pandemie“, sagte Roßkopf. „Dadurch können wir aktuell Kräfte sparen und Kontingente reduzieren.“

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen