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  • Welche Corona-Regeln gelten wo? Schule und Kita, private Feiern, Veranstaltungen - Stand 31.10.2020

Die aktuellen Corona-Regeln und wie die Bundesländer den Teil-Lockdown umsetzen

  • Mit härteren Corona-Auflagen hoffen Bund und Länder den rasanten Anstieg der Infektionszahlen insbesondere in deutschen Risikoregionen einzudämmen.
  • Gerade im Herbst und Winter ist die Lage dynamisch, immer wieder ändern sich die Maßnahmen.
  • Die aktuellen bundesweiten Regeln und welche Länder davon abweichen im Überblick (Stand: 1. November).
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Berlin. Jetzt Einschränkungen hinnehmen, um sich an Weihnachten wieder treffen zu können - das ist das Ziel der einschneidenden Corona-Maßnahmen, die am 2. November in Kraft treten und bis Monatsende gelten sollen.

In einigen Bundesländern wurden die Beschlüsse bereits ausgestaltet und in Landesverordnungen gegossen. Andere wollen erst im Laufe des Wochenendes bestimmen, wie die verschärften Regelungen konkret umgesetzt werden. Die meisten Beschlüsse werden eins zu eins übernommen. Es gibt aber auch feine Unterschiede zwischen den Ländern.

Das sind die Corona-Regeln im Überblick – nach Bundesländern sortiert:

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Corona-Regeln in Deutschland: Was gilt Bundesweit?

  • In der Öffentlichkeit dürfen sich nur noch Angehörige von zwei Haushalten treffen - maximal zehn Personen. Feiern in Wohnungen und privaten Einrichtungen werden als “inakzeptabel” bezeichnet.
  • Restaurants, Bars, Clubs, Diskotheken und Kneipen werden geschlossen. Erlaubt sind weiter Lieferdienste und Essen zum Mitnehmen. Auch Kantinen dürfen öffnen.
  • Freizeiteinrichtungen werden geschlossen. Dazu gehören Theater, Opern, Konzerthäuser, Messen, Kinos, Freizeitparks, Saunen, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen, Tanzschulen und Bordelle. Alle Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, werden untersagt.
  • Fitnessstudios, Schwimm- und Spaßbäder werden geschlossen. Der Amateursportbetrieb wird eingestellt, Vereine dürfen also nicht mehr trainieren. Individualsport, also etwa alleine oder zu zweit joggen, ist weiter erlaubt. Profisport wie die Fußball-Bundesliga ist nur ohne Zuschauer zugelassen.
  • Die Bürger sollen auf private Reisen, Tagesausflüge und Verwandtenbesuche verzichten - auch im Inland. Hotels und Pensionen dürfen keine Touristen mehr aufnehmen.
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  • Kosmetikstudios, Massagepraxen und Tattoo-Studios werden geschlossen, weil hier der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Medizinisch notwendige Behandlungen etwa beim Physiotherapeuten oder Fußpflege sind weiter möglich. Auch Friseure bleiben geöffnet.
  • Der Einzelhandel bleibt geöffnet - es gibt aber Vorschriften, wie viele Kunden gleichzeitig im Laden sein dürfen.
  • Schulen und Kindergärten bleiben offen. Genauso Einrichtungen der Sozial- und Jugendhilfe.
  • Überall, wo das möglich ist, soll wieder von zu Hause gearbeitet werden.
  • Betriebe, Selbstständige und Vereine, die von den neuen Corona-Regeln besonders betroffen sind, bekommen große Teile ihres Umsatzausfalls ersetzt. Bei Firmen mit maximal 50 Mitarbeitern gleicht der Bund 75 Prozent aus, bei größeren wird nach EU-Beihilferecht entschieden.
  • In Krankenhäusern, Pflegeheimen, Senioren- und Behinderteneinrichtungen sollen zügig Schnelltests eingesetzt werden.
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Corona-Regeln in Baden-Württemberg

  • Die Beschränkung auf zwei Haushalte soll nach dpa-Informationen und bisheriger Planung auch für private Treffen gelten. Eine Beschränkung auf eine Personenzahl soll es im Südwesten demnach nicht geben. Mit einer entsprechenden Landesverordnung ist am Sonntag zu rechnen.

Corona-Regeln in Bayern

  • In Bayern gelten diese Regeln explizit auch für Treffen im privaten Raum. Mit Blick auf die Kontrolle wies Ministerpräsident Markus Söder (CSU) darauf hin, dass gezielte Denunziationen von Nachbarn und Mitbürgern nicht gewollt seien.
  • Veranstaltungen aller Art werden untersagt. Ausgenommen sind lediglich Gottesdienste und Demonstrationen.
  • Touristen müssen Hotels in Bayern spätestens am Vormittag des 2. November verlassen. Touristische Übernachtungen seien von dem Tag an nicht mehr gestattet, sagte ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums am Samstag.
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Corona-Regeln in Berlin

  • Kinder bis zwölf Jahren sind von der Regel, dass sich nur noch Angehörige von zwei Haushalten und maximal zehn Personen treffen dürfen, ausgenommen.
  • Außenanlagen von Zoos oder Tierparks bleiben geöffnet.
  • Für Kinder bis zwölf Jahren ist weiter Training an der frischen Luft in festen Gruppen von bis zu zehn Personen möglich.
  • In Berlin sollen Bibliotheken sowie Musikschulen geöffnet bleiben. Die Bezirke entscheiden, ob auch Spielplätze offen bleiben.

Corona-Regeln in Brandenburg

  • Die für Berlin getroffene Sonderregelung, die Vereinssport für Kinder bis 12 Jahren unter Auflagen erlaubt, ist in Brandenburg nicht gültig.
  • Touristen, die sich in Hotels in Brandenburg aufhalten, müssen bis kommenden Mittwoch abreisen.

Corona-Regeln in Bremen

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  • Außerhalb der eigenen Wohnung dürfen sich maximal fünf Personen treffen, ausgenommen sind Zusammenkünfte von Personen aus zwei Haushalten. Der Senat will bei dieser Regelung bleiben, die von den Beschlüssen von Bund und Ländern abweicht.

Corona-Regeln in Hamburg

  • Ausnahmen bei der Zahl der Haushalte gibt es nur für sogenannte Patchwork-Familien und für Kinder unter zwölf Jahren.

Corona-Regeln in Hessen

  • Auf stark frequentierten Straßen und Plätzen unter freiem Himmel muss immer dann eine Alltagsmaske getragen werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht sichergestellt werden kann. Das gilt insbesondere in Fußgängerzonen. Wenn sich in einem Fahrzeug Personen aus mehr als zwei Hausständen befinden, ist ebenfalls eine Alltagsmaske zu tragen.
  • Bisher bestand in hessischen Schulen eine Maskenpflicht ausschließlich außerhalb des Klassenraums, also auf dem Schulhof und in den Gängen. Jetzt gilt: Ab der Klasse 5 gilt eine Maskenpflicht auch im Unterricht. Es soll aber währenddessen Gelegenheit für “Maskenpausen” geben, zum Beispiel wenn gerade gelüftet wird.
  • Der Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit ist in der Zeit von 23:00 bis 6:00 Uhr verboten.

Corona-Regeln in Mecklenburg-Vorpommern

  • Zwangspause für den Tourismus: Wegen des Corona-Teil-Lockdowns müssen Urlauber spätestens bis zum 5. November aus dem Bundesland abreisen.
  • Von dem angekündigten Teil-Lockdown kann in Mecklenburg-Vorpommern der Kinder-und Jugendsport ausgenommen werden. Die Entscheidung darüber werde auf kommunaler Ebene angesichts der dortigen Corona-Infektionszahlen getroffen, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Freitagabend. Betroffen sind demnach Sportarten, die sowohl drinnen als auch draußen von Kindern und Jugendlichen, die maximal 18 Jahre alt sind, ausgeübt werden.
  • Zoos und Tierparks dürfen laut Schwesig ebenfalls weiterhin öffnen, zumindest die Außenbereiche.

Corona-Regeln in Niedersachsen

  • Urlauber, die bereits vor dem 2.11. angereist sind, müssen ihren Aufenthalt nicht abbrechen.
  • In den Schulen soll der Präsenzbetrieb weitergehen, in den weiterführenden Schulen gilt in Corona-Hotspots künftig eine Maskenpflicht

Corona-Regeln in Nordrhein-Westfalen

  • Zoos und Tierparks bleiben bis Ende November geschlossen. Auch Martinsumzüge sind verboten.

Corona-Regeln in Rheinland-Pfalz

  • Die beschlossenen bundesweiten Maßnahmen werden in Rheinland-Pfalz übernommen. Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) habe wegen der vom Bund zugesagten massiven Finanzhilfen zugestimmt.
  • Am Wochenende vor Inkrafttreten der strengeren Corona-Regeln wollen die Behörden in Rheinland-Pfalz intensiv das Einhalten der bereits aktuelle geltenden Maßnahmen kontrollieren.

Corona-Regeln in Saarland

  • Innerhalb einer Wohnung könne sich ein Haushalt mit maximal fünf weiteren Angehörigen eines weiteren Haushalts treffen.
  • Neben dem Einzelhandel blieben Friseure, öffentliche Spielplätze sowie Wildparks, Zoos und Bibliotheken geöffnet.

Corona-Regeln in Sachsen

  • Bei den Kontaktbeschränkungen erlaubt Sachsen nicht nur ein Treffen mit zwei Hausständen, sondern auch Zusammenkünfte zwischen einem Hausstand und fünf weiteren Personen.
  • In Sachsen wird es keine Ausnahmeregelung für den Amateursport geben.

Corona-Regeln in Sachsen-Anhalt

  • Tierparks, Zoos und Botanische Gärten sollen im November weiter besucht werden können.
  • Alle Dienstleistungsbetriebe der Körperpflege sollen offen bleiben, auch Kosmetiker und Sonnenstudios.
  • In Sachsen-Anhalt sollen auch etwa Bibliotheken, Archive, Volkshochschulen, Fahrschulen und Musikschulen offen bleiben.
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Corona-Regeln in Schleswig-Holstein

  • Touristen müssen bis spätestens Montag (2.11.) abreisen. Für Inseln und Halligen gilt eine Frist bis zum 5.11. Weitere Regelungen sollen am Sonntag in einer Landesverordnung festgelegt werden.

Corona-Regeln in Thüringen

  • Eine neue Corona-Sonderverordnung, die das Herunterfahren weiter Teile des öffentlichen Lebens in Thüringen regelt, soll am Sonntag veröffentlicht werden. Das kündigte das Sozialministerium am Freitag in Erfurt an.

RND/mit dpa

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