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Keine weiteren Lockerungen: Länder reagieren auf steigende Corona-Zahlen

  • Nach dem Beschluss der Bund-Länder-Konferenz sollte frühestens ab der kommenden Woche die Öffnung der Außengastronomie und von weiteren Kultureinrichtungen möglich sein.
  • Nun steigen die Corona-Infektionszahlen aber wieder an.
  • Deshalb verzichten nach Brandenburg und Berlin jetzt auch Bayern und Nordrhein-Westfalen auf den nächsten Öffnungsschritt.
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Berlin. In Berlin soll es vorerst keine weiteren Lockerungen der Corona-Maßnahmen geben. Darauf hat sich der Senat vor dem Hintergrund der anhaltenden Corona-Pandemie bei seiner Sitzung am Dienstag verständigt.

Es sei eine schwierige Situation, sagte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD). Der Senat habe entschieden, an dem festzuhalten, was bisher schon möglich sei, „aber dass wir uns weitere Dinge nicht zutrauen können“. Weder für die Gastronomie noch für den Einzelhandel sind damit weitere Öffnungen geplant.

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Die für die Bewertung der Pandemie-Entwicklung wichtige Sieben-Tage-Inzidenz ist in Berlin laut dem Lagebericht der Gesundheitsverwaltung vom Montag weiter gestiegen und hat den Wert von 75,1 erreicht. In der vergangenen Woche lag er noch unter 60.

Brandenburg lässt Außengastronomie geschlossen

Auch in Brandenburg gibt es vorerst keine weiteren Lockerungen. Damit werde es die nach dem Beschluss der Bund-Länder-Konferenz frühestens ab dem 22. März möglichen Öffnungen der Außengastronomie und von weiteren Kultureinrichtungen nicht geben, teilte die Staatskanzlei nach der Kabinettssitzung am Dienstag mit.

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Der bayrische Ministerpräsident Markus Söder hat eine einheitliche Notbremse für Deutschland vorgeschlagen.  © Reuters
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Der Wechselunterricht zwischen Präsenz in den Schulen und zuhause werde bis zu den Osterferien fortgesetzt. Das Testangebot für Lehrkräfte und Schüler soll schrittweise auf zwei Test pro Woche ausgeweitet werden.

„Die Entwicklung des Infektionsgeschehens in Brandenburg ermöglicht trotz der sinkenden Fallzahlen in den Krankenhäusern und der positiven Entwicklung der Infektionslage in der Altersgruppe über 65 Jahre derzeit keine weiteren Öffnungsschritte“, sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). Zudem gäben die steigenden Infektionszahlen in einigen Landkreisen Anlasse zur Sorge.

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Daher will Woidke mit den Landräten und Oberbürgermeistern über erforderliche Maßnahmen beraten. In den Landkreisen Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz und Oberhavel lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen am Dienstag über dem Wert 100.

Nächste Öffnungsschritte in ganz Bayern auf Eis - auch in NRW

Angesichts wieder steigender Corona-Zahlen wird es auch in Bayern am kommenden Montag keine weiteren Öffnungsschritte aus dem Lockdown geben. Theater, Kinos, Konzertsäle und die Außengastronomie müssen damit landesweit weiterhin geschlossen bleiben.

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Bis auf Weiteres werde das Einvernehmen zu weiteren Öffnungsschritten nicht erteilt, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in München. Zudem seien die nächsten Bund-Länder-Beratungen am kommenden Montag abzuwarten.

Aufgrund des besorgniserregenden landesweiten Anstiegs der Corona-Infektionszahlen könne bayernweit nicht mehr von einer stabilen Lage im Sinne der Verordnung ausgegangen werden, sagte der Sprecher. Es sei zu erwarten, dass die Sieben-Tage-Inzidenz in Bayern in den nächsten Tagen den Wert 100 übersteige.

Nordrhein-Westfalen lockert ebenfalls nicht weiter. Die für den 22. März in Aussicht gestellten Öffnungen etwa in der Außengastronomie, von Theatern, Konzert- und Opernhäusern sowie Kinos und Sport seien aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens nicht möglich, teilte das NRW-Gesundheitsministerium am Donnerstag in Düsseldorf mit.

RND/dpa/epd

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