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Weißrusslands Diktator lädt trotz Corona-Krise zu Militärparade ein

  • 75 Jahre ist der Sieg über Nazi-Deutschland am Freitag her.
  • Doch während selbst in Russland Siegesfeiern ausfallen, will der weißrussische Staatschef Lukaschenko internationale Gäste zu einer Parade einladen.
  • Die WHO kritisiert die Pläne.
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Minsk. Ungeachtet der weltweiten Corona-Pandemie will Staatschef Alexander Lukaschenko auch internationale Gäste zur Siegesparade zum Kriegsende nach Belarus (Weißrussland) einladen. "Es wäre schon richtig, in Minsk zusammenzukommen", sagte der Präsident der Ex-Sowjetrepublik am Dienstag der Agentur Belta zufolge.

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Sein Land sei als eines der ersten Länder angegriffen und auch verwüstet worden. “Wir sind ein lebendiges Denkmal für diesen Krieg.” Zumindest die Staatschefs der Länder der ehemaligen Sowjetunion sollten am 9. Mai in Minsk feiern. Zuvor hatte der oft als letzter Diktator Europas bezeichnete Präsident betont, die Parade auf keinen Fall abzusagen.

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Die Weltgesundheitsorganisation WHO kritisierte die Pläne für die Parade. "Wir sind sehr besorgt über mögliche negative Auswirkungen bei so einer Massenveranstaltung. Hier werden wahrscheinlich besonders alte Menschen teilnehmen", sagte der WHO-Vertreter in Minsk. Die Veranstaltung könnte für sie gefährlich werden.

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In Moskau wurde die groß geplante Parade mit Tausenden Teilnehmern und Staatsgästen zum 75. Jahrestages des Sieges der Sowjetunion über Nazi-Deutschland auf unbestimmte Zeit verschoben. Es soll jedoch eine Flugshow geben. In Russland gibt es bereits mehr als 155.000 Corona-Fälle. Experten gehen von einer großen Dunkelziffer aus.

RND/dpa

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