Weißes Haus: Trump hat Gülen-Auslieferung nicht zugesagt

Das Weiße Haus hat den Angaben der türkischen Regierung widersprochen. Demnach habe es beim Treffen zwischen Donald Trump und Recep Tayyip Erdogan am Rande des G20-Gipfels keine Zusagen über eine Auslieferung von Fethullah Gülen gegeben.

Anzeige
Anzeige

Washington. US-Präsident Donald Trump hat der Türkei nach Angaben aus dem Weißen Haus die Auslieferung des Predigers Fethullah Gülen nicht zugesagt. Beim G20-Gipfel in Buenos Aires vor gut zwei Wochen habe es kein solches Zugeständnis an den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gegeben, sagte ein hochrangiger US-Regierungsvertreter am Montagabend in Washington. Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hatte im Parlament in Ankara über angebliche US-Bemühungen zur Ausweisung Gülens berichtet.

Die türkische Regierung macht Gülen - der im Exil in den USA lebt - für den Putschversuch vom Juli 2016 verantwortlich. Gülen weist das zurück. Nach Angaben Cavusoglus haben Trump und Erdogan am Rande des G20-Gipfels über die türkische Forderung nach Gülens Auslieferung gesprochen. „Trump hat gesagt, dass es Bemühungen gibt, vor allem den Terroristenanführer auszuweisen“, sagte Cavusoglu am Montag mit Blick auf Gülen. Die türkische Regierung fordert von den USA die Auslieferung von insgesamt 84 mutmaßlichen Gülen-Anhängern.

Das US-Justizministerium teilte mit, man werde „alles neue Material“ überprüfen, das die türkische Regierung im Zusammenhang mit dem Auslieferungsgesuchen zur Verfügung stelle. Eine Entscheidung über eine Auslieferung werde „auf der Basis der Fakten und der relevanten US-Gesetze“ erfolgen.

Von RND/dpa

“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen