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Drohung an Journalistin: Mitarbeiter des Weißen Hauses suspendiert

  • T.J. Ducklo soll einer Journalistin gedroht haben, die über seine Beziehung zu einer Reporterin berichtet hat.
  • Nun wurde der stellvertretende Pressesprecher des Weißen Hauses vorübergehend suspendiert.
  • Der Schritt geschah jedoch erst, nachdem das US-Magazin „Vanity Fair“ über die Drohungen berichtete.
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Washington. Weil er eine Journalistin bedroht haben soll, ist der stellvertretende Pressesprecher des Weißen Haus für eine Woche ohne Bezüge freigestellt worden. T.J. Ducklo soll laut einem Bericht des Magazins „Vanity Fair“ versucht haben, den Artikel einer Journalistin der Zeitung „Politico“ über seine Beziehung zu einer anderen Journalistin zu verhindern. Dabei habe er ihr gedroht: „Ich werde dich zerstören“, berichtete das Magazin am Freitag unter Berufung auf zwei nicht genannte Quellen.

Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, erklärte am Freitag, Ducklo sei mit Billigung von Stabschef Ron Klain suspendiert worden. Sein Verhalten sei „völlig inakzeptabel“ gewesen. Ducklo sei der erste, der erkennen müsse, „dass dies nicht der Verhaltensstandard ist“, den Präsident Joe Biden vorgegeben habe. Ducklo habe der Journalistin inzwischen schriftlich sein Bedauern über den Vorfall ausgedrückt, sagte Paski.

Ducklos Freundin berichtete über dessen Chef Joe Biden

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Die Zeitung „Politico“ hatte in dieser Woche über eine Beziehung Ducklos mit einer Journalistin der Nachrichten-Website Axios berichtet, die über den Wahlkampf Bidens und dessen Wechsel ins Präsidentenamt berichtet hatte. Bevor „Politico“ am Dienstag erstmals darüber berichtete, war im „People Magazine“ ein glänzendes Porträt der Beziehung erschienen. Es war das erste Mal, dass sich einer der beiden zu der Beziehung bekannt hatte.

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Pressesprecherin Psaki erklärte, nach seiner Rückkehr werde Ducklo nicht mehr mit Aufgaben betraut, die mit einer Zusammenarbeit mit „Politico“-Journalisten zu tun haben.

Zur Amtszeit von Präsident Donald Trump war das Verhältnis zwischen Medienvertretern und dem Weißen Haus angespannt. Biden schlug gleich nach seinem Amtsantritt versöhnliche Töne gegenüber der Presse an und stellte versierte Kommunikationsprofis wie Psaki ein. Sie versicherte bei ihrem ersten Auftritt, sie respektiere die Rolle einer freien und unabhängigen Presse.

RND/AP

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