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Wegen Unwettern: Laschet sagt Seeon-Besuch ab - CSU zeigt Verständnis

  • Eigentlich wollte Armin Laschet heute der CSU-Klausur in Seeon einen Besuch abstatten.
  • Doch wegen der heftigen Unwetter hat er seine Reise durch Süddeutschland abgebrochen.
  • Der NRW-Ministerpräsident und CDU-Chef will sich in Hagen ein Bild von der Lage vor Ort machen.
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Berlin. CDU-Chef Armin Laschet hat wegen der dramatischen Hochwasserlage in der Eifel seinen geplanten Besuch bei der Klausur der CSU-Landesgruppe in Seeon abgesagt. Das teilte die Staatskanzlei in Düsseldorf am Donnerstag mit. Laschet habe seine Reise durch Süddeutschland abgebrochen und sei noch in der Nacht nach Nordrhein-Westfalen zurückgekehrt.

Am Donnerstagmorgen wollte Laschet die von den Unwettern besonders betroffene Stadt Hagen besuchen, um sich dort mit dem Oberbürgermeister im Krisenstab ein Bild von der Lage vor Ort zu machen. Aus der Staatskanzlei hieß es weiter, der Ministerpräsident wolle sich nach seinem Besuch in Hagen über die Folgen und weiteren Entwicklungen der Unwetter in Nordrhein-Westfalen informieren und mögliche Hilfen des Landes forcieren.

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Nordrhein-Westfalen, Erftstadt: Ein Foto, das die Bezirksregierung Köln am Freitag über Twitter verbreitete, zeigt Überschwemmungen in Erftstadt-Blessem.  @ Quelle: Rhein-Erft-Kreis/dpa
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Nach Überflutungen und Dauerregen sind laut Polizei im Eifel-Landkreis Ahrweiler vier Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben eines Sprechers der Polizei in Koblenz wurden sie an verschiedenen Orten im Landkreis gefunden. Die weiteren Umstände seien noch unklar.

Im Eifel-Ort Schuld bei Adenau waren den Angaben zufolge in der Nacht zum Donnerstag sechs Häuser eingestürzt. Derzeit würden dort mehr als 30 Menschen vermisst.

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Starkregen und Hochwasser - Zwei Feuerwehrmänner sterben
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Heftiger Regen hat in vielen Teilen Nordrhein-Westfalens für Überschwemmungen und Hochwasser gesorgt.  © dpa
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Laschet habe die Absage des Besuchs der CSU-Klausur mit CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt und dem CSU-Vorsitzenden Markus Söder abgesprochen. Er habe dies mit der Zusage verbunden, zeitnah im August mit der CSU-Landesgruppe zusammenzukommen, hieß es weiter.

„Es wird einen Nachholtermin geben, der wird im August sein“, sagte der Chef der Bundestags-CSU, Alexander Dobrindt, am Donnerstag in Seeon. Er selbst und CSU-Chef Markus Söder hätten ausdrücklich Verständnis, dass Laschet wegen der dramatischen Unwetterlage in Nordrhein-Westfalen nicht wie geplant nach Seeon kommen könne, betonte er.

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NRW-SPD und Grüne fordert schnelle Hilfe für Hochwasser-Opfer

Die Opposition aus SPD und Grünen in NRW fordert derweil schnelle und unbürokratische Hilfe der schwarz-gelben Landesregierung. „Der heftige Dauerregen hat viele Menschen in Nordrhein-Westfalen in Not gebracht oder schwer verletzt“, erklärte der SPD-Landespartei- und Fraktionschef Thomas Kutschaty am Donnerstag.

„Durch den Starkregen mussten viele Menschen von jetzt auf gleich ihre Häuser und Wohnungen verlassen, nur das Nötigste mitnehmen und den Rest zurücklassen“, sagte Kutschaty. Die CDU/FDP-Landesregierung sei nun gefordert, Hilfe zügig zu organisieren. Die Menschen, die betroffenen Städte und Gemeinden sowie auch die Einsatzkräfte brauchten „jetzt schnelle und unbürokratische Hilfe“. Außerdem müsse geprüft werden, inwiefern der Landtag kurzfristig aktiv unterstützen könne.

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Auch Bayern bot betroffenen Bundesländern Unterstützung an. „In dieser schlimmen Situation ist Solidarität gefragt: Bayern bietet Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz jedwede Hilfe an, um die Schäden des katastrophalen Unwetters zu beseitigen“, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. „Unsere Gedanken sind bei den Opfern der Fluten und ihren Angehörigen.“

RND/dpa

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