Wegen neuen EU-Sanktionen: Russland droht mit Konsequenzen

  • Russland will die neuen EU-Sanktionen aufgrund der Inhaftierung des Kremlkritikers Alexej Nawalny nicht unbeantwortet lassen.
  • Das kündigt Leonid Sluzki, Chef des Auswärtigen Ausschusses der Staatsduma, an.
  • Sluzki wirft Brüssel vor, einen Dialog mit Moskau konsequent abzulehnen.
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Moskau. Russland hat nach neuen Sanktionen der EU wegen der Inhaftierung des Kremlkritikers Alexej Nawalny mit Konsequenzen gedroht.

Dies werde von russischer Seite nicht unbeantwortet bleiben, sagte der Chef des Auswärtigen Ausschusses der Staatsduma, Leonid Sluzki, am Montagabend in Moskau der Agentur Interfax zufolge. Details nannte er nicht. Die Strafmaßnahmen im Fall Nawalny seien ein „weiterer Schritt zur Verschlechterung der Beziehungen zu Russland“.

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Mehr als 5000 Festnahmen in Russland bei Nawalny-Protesten
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Am Sonntag sind Menschenrechtsaktivisten zufolge mehr als 5000 Menschen festgenommen worden.  © dpa
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Sluzki warf Brüssel konkret vor, einen Dialog mit Moskau konsequent abzulehnen - „und zwar aus absolut weit hergeholten und provokativen Gründen“. „Das kann in keiner Weise zu einer Normalisierung beitragen“, meinte der prominente Außenpolitiker.

Zuvor hatten sich die Außenminister der EU-Staaten darauf geeinigt, mit den notwendigen Vorbereitungen für neue Strafmaßnahmen zu beginnen. Dafür soll nach Angaben aus Brüssel ein neues Sanktionsinstrument genutzt werden.

Dieses ermöglicht es, in der EU vorhandene Vermögenswerte von Akteuren einzufrieren, die schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen begehen oder davon profitieren. Zudem würden unter anderem EU-Einreiseverbote verhängt.

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Hintergrund ist das Vorgehen der russischen Justiz gegen Nawalny. Der Oppositionelle war erst am Samstag in zwei Gerichtsverfahren unterlegen. Er muss nun für zwei Jahre und sechs Monate in ein Straflager. Der Prozess steht als politisch motiviert in der Kritik.

RND/dpa

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