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Wegen Korruptionsfall? Mitarbeiter von reichster Frau Afrikas tot

  • Die Schlagzeilen um die sogenannte “reichste Frau Afrikas” reißen nicht ab.
  • Nun gibt es in Europa einen Toten.
  • Ein enger Mitarbeiter der unter Korruptionsverdacht stehenden Angolanerin ist in Lissabon tot aufgefunden worden.
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Lissabon/Luanda. Im Korruptionsskandal um die sogenannte "reichste Frau Afrikas" gibt es nun in Europa einen Toten. Ein enger Mitarbeiter der Angolanerin Isabel dos Santos ist in Lissabon tot aufgefunden worden. Die portugiesische Kriminalpolizei bestätigte am Donnerstag auf Anfrage entsprechende Berichte der Zeitungen "Jornal Económico" und "Correio da Manhã". Das älteste Kind des früheren angolanischen Langzeitpräsidenten José Eduardo dos Santos soll nach Anschuldigungen vor allem durch Korruption und Vetternwirtschaft zu großem Reichtum gekommen sein.

Gegen die Milliardärin und ihren nun tot aufgefundenen Mitarbeiter sowie gegen weitere Personen hatte die Staatsanwaltschaft in Angola erst am Mittwoch Anklage unter anderem wegen Unterschlagung erhoben. Wegen der Korruptionsvorwürfe waren bereits im Dezember alle Vermögenswerte von dos Santos in Angola eingefroren worden.

45-Jähriger war Private-Banking-Direktor

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Die Leiche des Mannes, die mehrere Verletzungen aufweise, sei am späten Mittwochabend in einer Garage eines Wohnhauses im Westen Lissabons gefunden worden. Alles deute zwar auf einen Freitod durch Erhängen hin. Es werde aber auch ein Tötungsdelikt nicht ausgeschlossen. Ermittlungen seien aufgenommen worden, hieß es. Berichte portugiesischer Medien, der Mann habe Anfang Januar versucht, sich das Leben zu nehmen, konnte die Polizei in Lissabon zunächst nicht bestätigt.

Der 45-Jährige war Private-Banking-Direktor der portugiesischen Bank Eurobic, an der Isabel dos Santos 42,5 Prozent des Kapitals hält. Er war auch Kontoführer von dos Santos.

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Eurobic-Konto wurde unter dubiosen Umständen leergeräumt

Das Eurobic-Konto der in Baku in Aserbaidschan geborenen Frau, die in Angola und Portugal oft nur "die Prinzessin" gerufen wurde, war im November 2017 unter dubiosen Umständen leergeräumt worden, kurz nachdem die heute 46-Jährige als Präsidentin der staatlichen angolanischen Ölgesellschaft Sonangol abgesetzt worden war.

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Nach Medienberichten wurden damals innerhalb weniger Stunden insgesamt rund 52 Millionen Euro auf ein Offshore-Konto überwiesen. Nach 38 Jahren an der Macht war José Eduardo dos Santos zwei Monate vorher, im September 2017, zurückgetreten. Sein Nachfolger João Lourenço versprach, entschlossen gegen Korruption vorzugehen.

RND/dpa

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