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  • Wegen Coronavirus: Exportverbot von Atemmasken, Handschuhen und mehr

“Außerordentliche Dringlichkeit”: Exportverbot für Schutzausrüstung

  • Exportstopp von Atemmasken, Handschuhen und Schutzanzügen:
  • Der Krisenstab der Bundesregierung zum Coronavirus sieht eine “außerordentliche Dringlichkeit”, Schutzausrüstung zu beschaffen.
  • Aus dem Grund dürfen diese nun vorerst nicht mehr ins Ausland verkauft werden. Es gilt ein Exportverbot.
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Düsseldorf. Im Kampf gegen das neue Coronavirus zieht der Bund den Nachschub dringend benötigter medizinischer Schutzkleidung an sich und unterbindet Ausfuhren in andere Länder. Das Bundesgesundheitsministerium beschafft solche Ausrüstung nun zentral für Arztpraxen, Krankenhäuser und Bundesbehörden, wie nach Beratungen des Krisenstabs der Regierung am Mittwoch in Berlin mitgeteilt wurde.

Verbot für Export von Schutzausrüstung

Auf Anordnung des Wirtschaftsministeriums wird zudem der Export medizinischer Schutzausrüstung wie Atemmasken, Handschuhen und Schutzanzügen ins Ausland verboten. Ausnahmen sollen nur noch unter engen Voraussetzungen möglich sein, unter anderem im Rahmen internationaler Hilfsaktionen.

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Angesichts der Ausbreitung des Virus ist Schutzausrüstung auf der ganzen Welt knapp. Unter anderem die Kassenärzte hatten gewarnt, der Grundbestand der Praxen werde bundesweit nicht reichen, wenn die Zahl der Verdachtsfälle weiter steige.

NRW bestellt eine Million Schutzmasken

Nordrhein-Westfalen will mit einer Großbestellung dafür sorgen, dass es Ärzten und Pflegern bei der Behandlung möglicher Coronavirus-Infizierter nicht an Schutzbekleidung fehlt. “Wir werden heute die Kaufverträge unterschreiben, dass das Land Nordrhein-Westfalen eine Million Masken kauft”, kündigte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf an. Es habe ihn “sehr geärgert”, dass sich das medizinische Personal Sorgen wegen fehlender Schutzausrüstung gemacht habe. Diese Sorge sei mit der Großbestellung vom Tisch.

Kreis Heinsberg: Ärzte senden Hilferuf

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In der Zwischenzeit werde das Land dem besonders betroffenen Kreis Heinsberg mit Material helfen. "Wir haben über 7000 Atemschutzmasken, knapp 3000 Schutzanzüge, 2000 Testsets organisiert und in den Kreis Heinsberg geschickt", sagte Laumann.

Ärzte aus dem Kreis Heinsberg hatten in einem schriftlichen Hilferuf am Dienstag kritisiert, die Versorgung der niedergelassenen Ärzte mit Schutzmasken sei katastrophal.

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RND/dpa

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