Wegen Corona: US-Demokraten verschieben ihren Wahlparteitag

  • Das Coronavirus beeinträchtigt die Vorbereitungen auf die Präsidentenwahl in den USA.
  • Die Demokraten verschieben ihren Nominierungsparteitag um einen Monat, auch die Republikaner müssen ihre Pläne überdenken.
  • Eine Absage der Versammlungen käme den Kandidaten beider Parteien ungelegen.
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Washington. Die US-Demokraten verschieben ihren Nominierungsparteitag für die Präsidentenwahl auf die Woche ab dem 17. August. Der Vorsitzende des Demokratischen Nationalkomitees, Joe Solmonese, bestätigte die Verschiebung am Donnerstag.

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Dies sei “im aktuellen Klima der Unsicherheit” die klügste Entscheidung, sagte er und bezog sich damit auf die Coronavirus-Pandemie. Ursprünglich war die Veranstaltung für den 13. bis 16. Juli in Milwaukee vorgesehen.

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Auch Republikaner müssen Pläne überdenken

Der Nominierungsparteitag markiert den offiziellen Beginn des Wahlkampfs. Die Pandemie zwingt auch die Republikaner, die Pläne für ihre Parteiveranstaltung zu überdenken - aktuell ist dafür noch der Termin 24. bis 27. August in Charlotte vorgesehen. Traditionell hält die Partei, die gerade nicht regiert, ihren Parteitag zuerst ab.

Es brauche mehr Zeit, um die Situation zu beobachten, damit die Partei eine sichere und erfolgreiche Versammlung abhalten könne, sagte Solmonese. Schon zuvor hatte der im innerparteilichen Wahlkampf in Führung liegende Bewerber Joe Biden gesagt, er bezweifle, dass es angesichts der Corona-Krise möglich sei, den Parteitag wie geplant abzuhalten.

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Biden hatte auch ins Spiel gebracht, einen Teil des Parteitags virtuell ablaufen zu lassen, so dass weniger Menschen zusammenkommen müssten. Vom Bürgerkrieg im 19. Jahrhundert bis zum Zweiten Weltkrieg sei es gelungen, demokratische und republikanische Parteiversammlungen, Vorwahlen und Präsidentenwahlen abzuhalten und dennoch die öffentliche Sicherheit zu wahren, erklärte Biden. “Wir schaffen beides.”

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Verzicht auf Versammlungen käme Kandidaten ungelegen

Die Republikaner äußerten sich bislang zuversichtlich, ihren Parteitag wie geplant abhalten zu können. Amtsinhaber Donald Trump ist unangefochtener Bewerber der Partei.

Ein Verzicht auf die Versammlungen käme den Kandidaten beider Parteien ungelegen - gewöhnlich wollen sie vom Schwung profitieren, den ihnen eine solche Veranstaltung mit Fernsehbildern von jubelnden Anhängern bieten kann.

Bei den Demokraten liegt Biden deutlich in Führung, sein letzter verbliebener Konkurrent, Senator Bernie Sanders, ist aber weiter im Rennen.

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RND/AP

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