Wegen Corona: CDU-Parteitag im Dezember doch nur digital?

  • Eigentlich will die CDU ihren Parteitag im Dezember in Stuttgart nicht virtuell abhalten.
  • Angesichts steigender Corona-Zahlen scheint ein Zusammenkommen aber zunehmend unrealistisch.
  • Nun werden Stimmen laut, doch auf die digitale Variante zu setzen.
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Berlin. Innerhalb der CDU gibt es angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen Zweifel am Präsenzformat für den Bundesparteitag im Dezember. „Es ist politisch nicht zu vermitteln, dass wir uns zu einem Parteitag treffen, während der Rest des Landes zu Hause bleiben muss“, zitiert das „Handelsblatt“ ein Mitglied des Parteipräsidiums.

Auch nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur gibt es im CDU-Vorstand Stimmen, die eine parallele Wahl an zehn oder mehr Standorten in Deutschland für möglich halten, während die Parteispitze mit den Kandidaten an einem Ort zusammenkommen könnte. Die Bewerbungsreden müssten dann per Videokonferenz live an den anderen Standorten zu sehen sein. Zugleich gibt es Bedenken, ob ein solches Verfahren rechtssicher sein kann.

Nach Informationen des „Handelsblatts“ aus Präsidium und Vorstand gelte es derzeit als realistische Variante, den Parteitag digital abzuhalten und den neuen Parteivorsitzenden samt Vorstand per Briefwahl zu bestimmen.

An den Planungen für den Parteitag in Stuttgart wurde zuletzt noch festgehalten. Bis Ende des Monats will die Parteispitze demnach entscheiden, ob, wann, wo und wie die Wahl eines neuen Vorsitzenden organisiert werden kann. Der CDU-Parteitag besteht aus 1001 Delegierten.

RND/dpa

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