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Wegen brisanter Corona-Lage: Epidemiologe sieht wachsende Impfbereitschaft bei Ungeimpften

  • Deutschlandweit steigen die Corona-Inzidenzen bislang ungebremst.
  • Laut dem Rostocker Epidemiologen Emil Reisinger führe das zu einer zunehmenden Impfbereitschaft bei Ungeimpften.
  • Diese müssten sich nun aber auch tatsächlich impfen lassen, so Reisinger – dafür müsse alles getan werden.
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Rostock. Die Brisanz der Corona-Pandemie führt nach Meinung des Rostocker Epidemiologen Emil Reisinger zu einer zunehmenden Impfbereitschaft bei Ungeimpften. Nun müsse alles dafür getan werden, dass diese Menschen auch tatsächlich geimpft werden können, sagte Reisinger der Deutschen Presse-Agentur. Erst vor wenigen Wochen waren die meisten Impfzentren wegen zu geringer Nachfrage geschlossen werden.

Die Bedeutung des Impfens lasse sich an der Pandemielage ablesen, unterstrich Reisinger. Nur zwei Drittel der Menschen in MV seien vollständig geimpft. „Dies bedeutet, dass 500.000 Menschen keinen Schutz haben. Durch diese Gruppe rauscht es jetzt durch.“ Es gebe zwar auch Impfdurchbrüche, doch deren Zahl liege im Vergleich zu Erkrankungen bei Ungeimpften deutlich niedriger.

Der Wissenschaftler geht davon aus, dass ein Lockdown für Ungeimpfte ein weiteres exponentielles Wachstum verhindern kann. Er verwies dabei auf erste Erfahrungen in Österreich, wo die am 14. November ergriffene Maßnahme inzwischen zur Abflachung der Kurve geführt hätten. Nach der zuletzt beobachteten Pandemiemüdigkeit in der Gesellschaft und der Vernachlässigung der Schutz- und Hygienemaßnahmen sei nun ein anderes Verhalten zu bemerken: „Die Aufmerksamkeit nimmt wieder zu, das Maskentragen wird wieder ernster genommen.“

RND/dpa

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