Kapitol-Polizei: Miliz plant neuen Sturm am Donnerstag

  • In der US-Hauptstadt Washington warnt die Polizei erneut vor Plänen für einen gewaltsamen Sturm auf das Kapitol.
  • Es gebe Erkenntnisse über entsprechende Pläne am Donnerstag, teilte die Polizeibehörde des Parlaments mit.
  • Hintergrund der Warnung sind bizarre Verschwörungserzählungen über Donald Trumps angeblichen Verbleib im Amt als US-Präsident.
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Washington/Berlin. Die Polizeibehörde des Kapitols in der US-Hauptstadt Washington hat ihre Sicherheitsvorkehrungen erneut verschärft. Die Polizei habe Erkenntnisse über mögliche Pläne für einen neuerlichen Sturm auf das Parlamentsgebäude durch eine „identifizierte Miliz“ am Donnerstag erhalten, teilte die Behörde am Mittwoch mit.

Aufgrund der neuen Bedrohungslage seien physische Sicherheitsbarrieren rund um das Kapitol eingerichtet worden, außerdem sei das Personal aufgestockt worden, „um den Schutz des Kongresses, der Öffentlichkeit und unserer Polizeibeamten zu gewährleisten.“

Die Kapitol-Polizei arbeite mit anderen lokalen und Bundesbehörden zusammen, um eine Bedrohung des Kapitols zu verhindern. Genaue Angaben über die Gewaltpläne machte die Behörde zunächst nicht.

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Trump schließt eine Kandidatur 2024 nicht aus.
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Der ehemalige US-Präsident hat sich nach seiner Wahlniederlage im November vor großem Publikum zurückgemeldet.  © Reuters

Warum sich rechtsradikale Trump-Anhänger auf den 4. März konzentrieren

Die erneute Gewaltandrohung durch rechtsradikale Unterstützer des ehemaligen US-Präsidenten Trump hängt mit Verschwörungsmythen über dessen angeblichen Verbleib im Amt trotz der klaren Abwahl im November zusammen.

Bis zur Amtseinführung des Präsidenten Franklin D. Roosevelt im Jahr 1933 fand der sogenannte „Inauguration Day“ 140 Jahre lang in der Regel am 4. März statt. Seit 1937 findet die Amtseinführung neuer US-Präsidenten bereits am 20. Januar statt.

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In der bizarren Verschwörungswelt einiger Trump-Unterstützer, die der Qanon-Verschwörungserzählung anhängen, ergibt sich aus dieser historischen Anekdote, dass Joe Biden eigentlich noch gar nicht US-Präsident sei. Die Amtseinführung im Januar habe keine Gültigkeit, stattdessen würde Donald Trump am 4. März seine zweite Amtszeit beginnen. Damit verknüpft sind weitere von der Realität gänzlich abgekoppelte Verschwörungsmythen etwa darüber, dass die USA bereits seit dem 19. Jahrhundert kein Staat, sondern nur noch eine Firma seien.

Diese Erzählungen erinnern mitunter an die Ideologie deutscher Reichsbürger. Die Erzählungen über Trumps angebliche zweite Amtseinführung am 4. März werden auch von deutschsprachigen Verschwörungsgläubigen verbreitet.

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Mit Gewalt für Trump

Bereits die gewaltsame Erstürmung des US-Kapitols am 6. Januar sollte dem Willen vieler Beteiligter nach dazu dienen, Donald Trump im Amt zu behalten. Sie wollten die Zertifizierung des Präsidentschaftswahlergebnisses durch die beiden Kammern des US-Kongresses verhindern. Bei dem Angriff auf das Parlamentsgebäude und anschließenden Protesten in Washington wurden vier Beteiligte an den Ausschreitungen und ein Polizist getötet. Die Amtseinführung Joe Bidens am 20. Januar fand anschließend unter enormen Sicherheitsvorkehrungen statt, das Gebiet rund um das Kapitol glich einer Festung und wurde von der Nationalgarde bewacht.

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