Was ist eigentlich noch normal?

  • Genau sechs Monate ist es her, dass China die WHO über ein “neuartiges Virus” informierte.
  • “Corona ist nicht weg, nur weil es nervt”, kommentiert mein Kollege Imre Grimm.
  • Außerdem im Angebot: ein besonderes Interview mit Bundesfinanzminister Olaf Scholz.
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Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

heute auf den Tag genau ist es sechs Monate her, dass China die Weltgesundheitsorganisation (WHO) über ein neuartiges Virus informierte. Wuhan kennt seither jeder, Corona ebenfalls. Begriffe wie R-Faktor, Superspreader oder Lockdown sind tägliche Begleiter geworden. Europa, Asien, Afrika, Nord- und Südamerika: Die Pandemie hat die Welt fest im Griff.

Das öffentliche Leben ist seit Monaten reduziert, ja, teilweise völlig heruntergefahren, Masken gehören zum Alltag in Deutschland. Einerseits. Andererseits sind Biergärten, Strände und Innenstädte überfüllt, oft lesen und hören wir den Ausdruck “Ausnahmenormalität”.

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Ist dieser Begriff nicht ein Widerspruch in sich selbst? Und was ist eigentlich überhaupt noch normal?

Mehr als eine halbe Million Menschen hat in den ersten sechs Monaten ihr Leben verloren. Eskalieren und ignorieren kann keine Option sein – das zeigt ein Blick in Länder, in denen eskalierende Ignoranten regieren. “Corona ist nicht weg, nur weil es nervt”, kommentiert mein Kollege Imre Grimm. Auch wenn die Sehnsucht so groß sei, den Notstand hinter sich zu lassen.

Wo stehen wir nach sechs Monaten?

Unsere Redakteurin Saskia Bücker schaut nicht nur zurück, sondern wagt auch einen Blick in eine ungewisse Zukunft.

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Spoiler: Diese Pandemie wird uns noch lange beschäftigen.

Morgen vor 30 Jahren war für die Menschen in der damaligen DDR ein besonderer Tag: Die West-Mark kam. Auf die deutsch-deutsche Währungsunion folgte ein Vierteljahr später die deutsche Einheit. Meine Kollegen Tim Szent-Ivanyi und Andreas Niesmann haben mit Bundesfinanzminister Olaf Scholz über den historischen Tag und die Wendezeit gesprochen. Zum Interview hatten sie ein paar alte Ost-Mark-Scheine mitgebracht. Die kannte Scholz noch, weil er selbst ab 1990 häufig in Ostdeutschland unterwegs war. Was er dort gemacht hat, lesen Sie im Interview.

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In Syrien wütet noch immer ein Bürgerkrieg. Die Corona-Pandemie sorgt auch hier für eine Verschlechterung der humanitären Situation. Heute verhandeln die EU-Staaten in Brüssel bei einer internationalen Geberkonferenz über die finanziellen Hilfen für das vom Bürgerkrieg gebeutelte Land. Im RND-Interview erklärt der UN-Flüchtlingsbeauftragte Dominik Bartsch, warum uns dennoch eine neue Fluchtwelle bevorstehen könnte.

Wir wünschen Ihnen einen guten Start in den Tag,

Ihr Marco Fenske

Chefredakteur RedaktionsNetzwerk Deutschland

marco.fenske@RND.de

“Staat, Sex, Amen”
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