Was die Urananreicherung des Iran auf 4,5 Prozent bedeutet

Der Iran ist seiner Ankündigung gefolgt und hat Uran über den Grenzwert von 3,67 Prozent angereichert. Eine höhere Anreicherung sei laut Teheran nicht ausgeschlossen. Aber was bedeuten diese Werte eigentlich? Eine Erklärung im Video.

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Teheran. Der Iran hat damit begonnen, Uran über die im Wiener Atomabkommen festgelegte Obergrenze von 3,67 Prozent auf nun 4,5 Prozent anzureichern. Das hatte die Internationale Atomenergiebehörde IAEA am Montag bestätigt. Zudem stellte die Regierung in Teheran eine weitere Anreicherung auf 20 Prozent in Aussicht.

Angereichertes Uran kann für zivile Zwecke, aber auch für den Bau von Atombomben genutzt werden. Ausschlaggebend ist der Grad des spaltbaren Isotops Uran-235. Natürliches Uran hat einen Uran-235-Gehalt von 0,7 Prozent.

Die Urananreicherung soll bis September 2019 laut Teheran den Wert von fünf Prozent nicht überschreiten. Die jetzige Erhöhung auf 4,7 Prozent liegt damit weiterhin im Rahmen der benötigten Urananreicherung zur Gewinnung von Energie in Atomkraftwerken. Was die Werte bedeuten, erklären wir in unserem Video:

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Aus Sorge, dass das Atomabkommen Teheran langfristig nicht daran hindern könne, Atomwaffen herzustellen, waren die USA aus dem Abkommen im Mai 2018 ausgestiegen.

In seinem Schreiben an die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini hatte der iranische Außenminister Mohamed Dschawad Sarif mitgeteilt, dass der Iran die Verpflichtungen des Atomabkommens wieder erfüllen werde, sobald die USA ihren eigenen Verpflichtungen nachkämen.

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Von RND/dpa/pf

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