Trotz Corona: Warnstreiks an Unikliniken

  • Am Dienstag wollen trotz steigender Corona-Infektionszahlen die Beschäftigte an Universitätskliniken in mehreren Bundesländern ihre Arbeit niederlegen.
  • Damit soll im Tarifstreit Druck auf die Arbeitgeber ausgeübt werden.
  • Allein in NRW wollen bis zu 2000 Mitarbeiter die Arbeit niederlegen.
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Köln/Düsseldorf. Trotz steigender Corona-Infektionszahlen wollen am Dienstag Tarifbeschäftigte an Universitätskliniken in mehreren Bundesländern ihre Arbeit niederlegen. Mit den Ausständen, zu denen die Gewerkschaft Verdi aufgerufen hat, wollen die Beschäftigten den Druck auf die Arbeitgeber im Tarifstreit um den öffentlichen Dienst der Länder erhöhen.

Allein in Nordrhein-Westfalen wollen an diesem Dienstag abermals bis zu 2000 Tarifbeschäftigte an den Unikliniken streiken.

Beteiligen wollen sich in NRW Beschäftigte der sechs großen Unikliniken in Aachen, Bonn, Düsseldorf, Essen, Köln und Münster - ab ihrer Frühschicht. Mit Einschränkungen durch Arbeitsniederlegungen und geschlossene Stationen sei auch am Justizkrankenhaus in Fröndenberg zu rechnen.

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Operationen sollen verschoben werden

Einige der Unikliniken hatten bereits angekündigt, Operationen, bei denen dies medizinisch vertretbar sei, zu verschieben. Für Notfälle sei man weiterhin gerüstet, hieß es. So gelten Notdienstvereinbarungen zum Schutz der Patientinnen und Patienten.

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In den Tarifverhandlungen des öffentlichen Dienstes geht es auch um das Personal etwa von Unikliniken, Staatsanwaltschaften und Amtsgerichten. Ende November steht in Potsdam die dritte Verhandlungsrunde an. Die Gewerkschaften fordern eine Einkommenserhöhung um fünf Prozent, mindestens aber 150 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

Beschäftigte des Gesundheitswesens sollen monatlich 300 Euro mehr erhalten. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) hatte die Forderungen bislang als unrealistisch zurückgewiesen.

RND/dpa

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