Kritik aus der Ampel

Warnstreik: FDP mahnt schnelle Einigung zwischen Bahnkonzern und GDL an

Von Mittwoch- bis Donnerstagabend steht der Bahnverkehr still: Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer will streiken.

Die FDP-Bundestagsfraktion hat angesichts des Warnstreiks ab Mittwochabend eine rasche Einigung im Tarifkonflikt zwischen der Deutschen Bahn und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) angemahnt. „Es liegt ein gutes Angebot der Deutschen Bahn auf dem Tisch“, sagte der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Bernd Reuther, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Es liegt jetzt an allen Beteiligten, insbesondere der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer, jetzt schnell zu einer Lösung im Tarifkonflikt zu kommen.“ Reuther fügte hinzu: „Das wäre im Sinne der Gewerkschaft, des Bahnkonzerns und vor allem der Fahrgäste.“

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Auch der SPD-Bundestagsfraktionsvize Detlef Müller übte Kritik an dem Warnstreik. „Die inhaltliche Bewertung der aktuellen Tarifverhandlungen obliegt den beiden Tarifpartnern. Mich irritiert aber, dass trotz vereinbarter Verhandlungstermine so kurzfristig ein Streik angekündigt worden ist“, sagte der Sozialdemokrat dem RND. „Gerade aufgrund der bisher nur sehr kurzen Verhandlungen wäre ein anderes Vorgehen wünschenswert, vor allem für die vielen Bahnkundinnen und -kunden.“ Müller arbeitete früher selbst als Lokomotivführer.

Die GDL hatte am Dienstag angekündigt, in Warnstreiks zu treten. Der Streik ist vom 15. November um 22 Uhr bis zum 16. November um 18 Uhr geplant. Fahrgäste müssen mit massiven Einschränkungen des Bahnverkehrs rechnen.

Kritik kam auch von der Grünen-Bundestagsfraktion. „Das Streikrecht gilt, allerdings sind die Fahrgäste nicht Tarifpartner“, sagte deren verkehrspolitische Sprecher Stefan Gelbhaar und forderte: „Daher sollte künftig wieder zu einem ordentlichen Vorlauf von 48 Stunden zurück gekommen werden. Die Fahrgäste müssen eine Chance haben, sich auf den Ausfall der Bahn zumindest einstellen zu können.“

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Tarifverhandlungen laufen seit vergangener Woche

Die Tarifverhandlungen zwischen Bahn und GDL hatten am vergangenen Donnerstag begonnen. Bereits vor und nach der ersten Verhandlungsrunde hatte es Signale gegeben, dass es zu einem Arbeitskampf der GDL kommen könnte.

Die GDL fordert eine Lohnerhöhung von mindestens 555 Euro und eine Erhöhung der Zulagen für Schichtarbeit um 25 Prozent bei einer Tariflaufzeit von einem Jahr. Außerdem verlangt die Gewerkschaft für Beschäftigte im Schichtdienst eine 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich sowie steuerfreie Inflationszahlungen von 3000 Euro. Die Deutsche Bahn bietet 11 Prozent mehr Lohn an und eine Inflationsprämie von bis zu 2850 Euro bei einer Laufzeit von 32 Monaten. Die geforderte Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich lehnt der Konzern ab.

Verwandte Themen

Spiele entdecken

Kreuzworträtsel

Sudoku Einsteiger

Sudoku Profi

Sudoku Experte

Mahjong

Schach

Wortblitz

Solitär

Bubble Shooter

Exchange