Lehrer fordern: Erst Impfangebote, dann weitere Öffnung der Schulen

  • Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) dringt darauf, dass Lehrkräfte und Kita-Personal möglichst schnell ein Impfangebot erhalten müssten.
  • Nur dann könne eine weitere Öffnung der Schulen erfolgen, sagt der Vorsitzende Udo Beckmann.
  • Darüber hinaus fordert die Lehrergewerkschaft eine ausgefeilte Corona-Teststrategie für Schulen und Kitas.
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Berlin. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) fordert, eine weitere Öffnung der Schule dürfe es erst geben, wenn Lehrer ein Impfangebot erhielten. „Wer Lockerungen im Bildungsbereich priorisiert, muss auch den Gesundheitsschutz für die dort Beschäftigten priorisieren“, sagte VBE-Chef Udo Beckmann dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „In der aktuellen Lage heißt das, Lehrkräften und dem Personal in Kindertagesstätten schnellstmöglich ein Impfangebot zu unterbreiten“, setzte der Lehrergewerkschafter hinzu.

„Eine weitere Öffnung der Schulen kann erst erfolgen, wenn dem Personal ein Impfangebot unterbreitet wurde“, sagte Beckmann. Das sei die einstimmig beschlossene Forderung des VBE-Bundesverbandes.

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Der Verbandsvorsitzende forderte darüber hinaus eine Corona-Teststrategie für Schulen und Kindertagesstätten, die auf zwei Säulen aufbauen müsse: „Zum einen müssen alle an Schule oder Kindertagesstätten Beschäftigten die Möglichkeit haben, sich jederzeit mit PCR-Tests auf das Corona-Virus testen zu lassen.“ Testungen von ganzen Lerngruppen oder Schulen könnten dabei helfen, eine breite Datenbasis zu bekommen und so das Infektionsgeschehen besser beurteilen und eindämmen zu können, so Beckmann.

„Wir gehen zudem davon aus, dass die Schnelltests immer einfacher und sicherer in der Anwendung werden und zusätzlich helfen, das Infektionsgeschehen in den Bildungseinrichtungen zu kontrollieren“, sagte Beckmann. „Mindeststandard ist dabei für uns, dass das komplette Personal einer Einrichtung zweimal pro Woche auf freiwilliger Basis getestet werden kann.“

Auch zum Thema Masken bezieht der Verband Bildung und Erziehung eindeutig Stellung. „Alle, die momentan in Kindertagesstätten und Schulen für die Notbetreuung, die Beschulung der Abschlussklassen oder den Unterricht vor Ort eingesetzt sind, brauchen in ausreichender Anzahl medizinische Masken“, sagte Beckmann.

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Gleichzeitig müsse sichergestellt werden, „dass auch Kinder und Jugendliche, deren Eltern kein Geld für diese Masken haben, damit ausgestattet werden“.

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