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Weiter in der Luft

Waldbrände: erste Zahlen zu Löschflügen in Brandenburg und Sachsen

Löschhubschrauber der Bundeswehr sind bei den Waldbränden in der Sächsischen Schweiz im Einsatz. Die Situation im Waldbrandgebiet Nationalpark Sächsische Schweiz ist noch nicht unter Kontrolle. Der Waldbrand im Nationalpark hat den Aufschwung der Tourismuswirtschaft nach der Corona-Pandemie gestoppt.

Löschhubschrauber der Bundeswehr sind bei den Waldbränden in der Sächsischen Schweiz im Einsatz. Die Situation im Waldbrandgebiet Nationalpark Sächsische Schweiz ist noch nicht unter Kontrolle. Der Waldbrand im Nationalpark hat den Aufschwung der Tourismuswirtschaft nach der Corona-Pandemie gestoppt.

Berlin. Noch bis Mitte September sollen laut Prognosen die Waldbrände dauern – derweil sind Piloten von Bundeswehr und Bundespolizei schon Tausende Male Löscheinsätze über den Waldbrandgebieten in Sachsen und Brandenburg geflogen. In puncto Leistungsfähigkeit der Löschhubschrauber müsse noch einiges getan werden, meint ein Experte gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

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Im Landkreis Sächsische Schweiz in Sachsen dauern die Löscharbeiten seit knapp drei Wochen an. Insgesamt rund 3500-mal warfen Hubschrauber von Bundespolizei und Bundeswehr Löschwasser über den Flammen ab, wie eine Recherche des RND ergab.

Die Bundeswehr stellt für die Einsätze über den Wäldern Maschinen des Heeres und der Luftwaffe bereit. Im Landkreis Sächsische Schweiz waren am Montag vonseiten des Heeres noch drei Transporthubschrauber vom Typ NH-90 als Löschflieger im Einsatz. „Stand heute sind Hubschrauberbesatzungen des Heeres bisher rund 1500 Löschflüge mit jeweils 2000 Litern Wasser geflogen“, so ein Pressesprecher der Division Schnelle Kräfte im Gespräch mit dem RND. Neben dem Landkreis Sächsische Schweiz waren die Helikopter auch in Brandenburg in der Lieberoser Heide, in Beelitz und dem Landkreis Elbe-Elster im Einsatz.

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Am Sonntag: Ein Hubschrauber des Heeres vom Typ NH-90 ist bei den Waldbränden in der Sächsischen Schweiz im Einsatz.

Am Sonntag: Ein Hubschrauber des Heeres vom Typ NH-90 ist bei den Waldbränden in der Sächsischen Schweiz im Einsatz.

Piloten der Luftwaffe hoben dieses Jahr bei insgesamt 446 Einsätzen zu Waldbränden ab und löschten aus der Luft. Die Luftwaffenhubschrauber des Typs CH-53 können Löschwasserbehälter mit bis zu 5000 Liter Wasser an ihrem Rumpf tragen. Insgesamt 1,92 Millionen Liter Wasser hat die Luftwaffe nach eigenen Angaben abgeworfen. Im Durchschnitt sind das pro Einsatz rund 4300 Liter, was knapp einer Abwurfladung von 5000 Litern entspricht.

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In den betroffenen Gebieten sind auch die dunkelblauen Hubschrauber der Bundespolizei häufig zu sehen. 1519-mal warf die Behörde dieses Jahr Wasser über Waldbränden in Deutschland ab, hieß es vergangene Woche in einer Pressemitteilung. Auch einige Landespolizeien, zum Beispiel Sachsen, haben Hubschrauber mit Lastenhaken, die theoretisch einen Behälter für Löschwasser anhängen können. Der sprichwörtliche Haken an der Sache: Die Maschinen, meist wie in Sachsen vom Typ EC-135, haben nicht die nötige Kraft, um eine ausreichende Menge an Wasser zu heben.

Ulrich Cimolino, Waldbrandexperte beim Deutschen Feuerwehrverband, sieht hier ein Kernproblem: „Die deutschen Behörden haben zwar insgesamt ausreichend Hubschrauber für Löscheinsätze, aber häufig hapert es an der Leistungsfähigkeit oder der Ausstattung.“ Dass Bundeswehr und Polizei die Waldbrände bei der Beschaffung von neuen Hubschraubern nicht genug mitdenken, sei richtig, „aber das könnte und sollte man ändern“, sagte Cimolino. „Außer man will ernsthaft den Feuerwehren mehrere eigene Luftfahrzeuge kaufen, wie das in anderen Staaten mit viel mehr und größeren Bränden zum Teil der Fall ist.“

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