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Brief an FDP-Chef Lindner: Junge Liberale fordern Wahlrecht ab 16

  • Sollte das Wahlalter für die Bundestagswahl auf 16 Jahre gesenkt werden?
  • Die Jungen Liberalen sind dafür – und wollten einen entsprechenden Antrag beim FDP-Parteitag stellen.
  • In einem Brief an Christian Lindner fordern Mitglieder der Jugendorganisation den Parteichef jetzt auf, sich für das Thema starkzumachen.
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Berlin. Die Jungen Liberalen fordern FDP-Chef Christian Lindner in einem offenen Brief auf, sich für ein Wahlalter von 16 Jahren bei Bundestagswahlen starkzumachen. “Eine Absenkung des Wahlalters zur Bundestagswahl auf 16 Jahre wäre ein Zeichen der Wertschätzung, des Respekts und des Ernstnehmens junger Menschen”, schreiben Mitglieder der Jugendorganisation in dem Brief, der dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt, an Lindner. “Trauen Sie es uns zu, selbstbestimmte Entscheidungen zu treffen, und kämpfen Sie mit uns für die Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre bei bundesweiten Wahlen.”

Initiative für den Parteitag

Auf dem FDP-Bundesparteitag am 19. September wollen die Jungen Liberalen einen Antrag stellen, die Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre bei bundesweiten Wahlen zur Beschlusslage der Freien Demokraten zu machen. Die Autoren des Briefes, die bei der Bundestagswahl 2021 noch keine 18 Jahre alt sind, wollen mit dem Schreiben diesem Anliegen Nachdruck verleihen.

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Die 16-jährige Lina Wolters von den Jungen Liberalen hat einen Brief an FDP-Chef Christian Lindner initiiert. © Quelle: Privat

“Wir jungen Menschen wollen von der Politik endlich ernst genommen werden”, sagte die Initiatorin des Briefes, die 16-Jährige Lina Wolters, dem RND. “Bei der FDP diskutieren wir über Wahlprogramme, verteilen in unserer Freizeit Flyer und hängen Plakate auf. Dass wir bei den entscheidenden Wahlen am Ende dann nicht für die Partei stimmen dürfen, für die wir wochenlang Wahlkampf gemacht haben, ist nicht nachvollziehbar."

Eine Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre sei ein Beitrag für eine größere Generationengerechtigkeit, heißt es in dem an Lindner gerichteten Brief: “Bei Zukunftsthemen wie Klimaschutz, Rente und Bildung gibt es dringenden Handlungsbedarf. Es ist nicht fair, dass diejenigen, die die Konsequenzen der politischen Entscheidungen von heute tragen müssen, nicht mitreden dürfen.”

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Die aktuelle Shell-Jugendstudie habe gezeigt: “Wir Jugendlichen sind so politisch interessiert wie nie zuvor.” Dazu gehörten, so betonen die Autoren des Briefs, nicht nur diejenigen, die sich in Parteien engagieren, sondern auch die Jugendlichen, die bei Protesten zum Thema Black Lives Matter oder zur EU-Urheberrechtsreform aktiv geworden seien.

Jens Teutrine, der Bundesvorsitzende der Jungen Liberalen, forderte die FDP auf, sich in Sachen Wahlalter ab 16 einen Ruck zu geben. “Als Partei der Eigenverantwortung sollte man jungen Menschen eine Wahlentscheidung zutrauen”, sagte er dem RND. Teutrine ergänzte, Studien hätten belegt: “Je häufiger man hintereinander wählen geht, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dies auch weiter zu tun – Wählen verstetigt sich.”

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