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Polens Präsident Duda will Adoption für Homosexuelle per Verfassung verbieten

  • Im Wahlkampf um die Präsidentschaft in Polen kommen jetzt die Rechte Homosexueller unter die Räder.
  • Amtsinhaber Andrzej Duda will per Verfassungsänderung Menschen in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung ausdrücklich von der Adoption von Kindern ausschließen.
  • Sein liberaler Gegenkandidat Rafal Trzaskowski will da nicht nachstehen.
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Warschau. Eine Woche vor der Stichwahl um die Präsidentschaft in Polen hat sich der Amtsinhaber Andrzej Duda gegen mehr Rechte für homosexuelle Paare ausgesprochen.

Der nationalkonservative Politiker kündigte an, am Montag eine Verfassungsänderung im Sejm einzubringen, um Menschen in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung ausdrücklich von der Adoption von Kindern auszuschließen.

Daraufhin sprach sich auch Dudas liberaler Gegenkandidat Rafal Trzaskowski gegen eine solche Form der Adoption aus, wie die Agentur PAP berichtete. Zugleich kritisierte der Bürgermeister Warschaus, dass sich Duda "Stellvertreterthemen" zuwende.

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Der Abgeordnete und LGBT-Aktivist Krzysztof Smiszek merkte an, dass Duda für seine Initiative nicht über die nötige verfassungsändernde Mehrheit im Parlament verfüge. Die Ankündigung sei nur ein weiteres Beispiel für die Instrumentalisierung primitiver Ängste vor Homosexuellen, um Wähler zu mobilisieren, sagte der 40-Jährige.

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Umfragen sagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen um das Präsidentenamt voraus. Eine neue Befragung im Auftrag des konservativen Nachrichtenmagazins “Do Rzeczy” sieht Duda bei 50,9 Prozent, äußerst knapp gefolgt von Trzaskowski bei 49,1 Prozent.

RND/cle/dpa

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