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Interaktives Entscheidungs­hilfetool

Wahl-O-Mat zur Landtagswahl in Niedersachsen: Welche Partei stimmt mit mir überein?

Der Wahl-O-Mat ist ein ständiger Begleiter im Vorfeld von Wahlen in Deutschland. Das Online-Tool, das von der Bundeszentrale bzw. den Landeszentralen für politische Bildung im Vorfeld von Landtags-, Bundestags- und Europawahlen angeboten wird, zeigt Nutzerinnen und Nutzern, welche Parteien mit den eigenen Positionen am weitesten übereinstimmen.

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Wahl-O-Mat zur Landtagswahl in Niedersachsen 2022

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Das Redaktions­Netzwerk Deutschland (RND) ist Medienpartner des Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung (BPB) und der Landeszentrale für politische Bildung Niedersachsen 2022.

Was ist der Wahl-O-Mat?

Der Wahl-O-Mat ist ein interaktives Entscheidungs­hilfetool, das von der Bundeszentrale für politische Bildung (BPB) bei Landtags-, Bundestags- und Europawahlen online angeboten wird. „Der Wahl-O-Mat gibt keine Wahlempfehlung“, betont der Präsident der Bundeszentrale, Thomas Krüger, „aber er zeigt, wie die Parteien zu aktuellen Sachfragen stehen. Und er macht Lust darauf, sich auf unterhaltsame Weise mit politischen Inhalten zu befassen.“

Erstmals wurde der Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2002 eingesetzt. Seitdem stand er zu mehr als 50 Wahlen zur Verfügung. Nach Angaben der BPB wurde er bereits mehr als 100 Millionen Mal genutzt. Den bisherigen Rekord bei der Zahl der Nutzungen erzielte der Wahl-O-Mat zur vergangenen Bundestagswahl 2021. Insgesamt 21,3 Millionen Nutzungen wurden im Vorfeld der Wahl registriert.

Wie funktioniert der Wahl-O-Mat?

Anhand vorab ausgewählter Thesen, zu denen die zur Wahl stehenden Parteien Stellung beziehen, können Nutzerinnen und Nutzer mithilfe des Wahl-O-Mat ermitteln, welche Partei die eigenen politischen Standpunkte am meisten vertritt.

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Für jede These gibt es folgende Antwortmöglichkeiten: „stimme zu“, „neutral“ und „stimme nicht zu“. Einzelne Thesen lassen sich überspringen und können besonders gewichtet werden. Diese zählen bei der anschließenden Wertung doppelt.

Nach der Abstimmung und Wertung erfolgt die Auswahl der Parteien, mit denen die eigenen Positionen verglichen werden sollen. Anschließend errechnet der Wahl-O-Mat, zu wie viel Prozent die eigenen Antworten mit denen der Parteien übereinstimmen. Eine Übersicht der Begründungen der Parteipositionen zu den einzelnen Thesen lässt sich im Nachgang abrufen.

Welche Parteien kann man im Wahl-O-Mat Niedersachsen auswählen?

Um für die Wahl in Niedersachsen zugelassen zu werden, müssen Parteien ihre Wahlteilnahme fristgerecht anmelden. Eine anschließende Prüfung durch den Landeswahlausschuss entscheidet darüber, ob eine Partei bei der Wahl mit ihrer Landesliste antreten darf. Bei der niedersächsischen Landtagswahl 2017 wurden insgesamt 15 Landeslisten und 544 Kreiswahlvorschläge zugelassen.

Jede Partei, die für die Landtagswahl zugelassen ist, kann im Wahl-O-Mat ausgewählt werden, sofern sie zu den Thesen Stellung bezogen hat.

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Wer entwickelt den Wahl-O-Mat?

Die Fragen des Wahl-O-Mat werden von einer Jugendredaktion bestehend aus Jung- und Erstwählerinnen und ‑wählern in einem mehrtägigen Workshop zusammengestellt. Unterstützt werden sie dabei von einem Fachleuten aus den Bereichen Wissenschaft, Statistik und Pädagogik.

Die Redaktion beschäftigt sich in mehreren Arbeitsgruppen mit den für die jeweilige Wahl relevanten Themen und erarbeitet 80 bis 100 Thesen, die den Parteien zur Beantwortung zugespielt werden. Dafür haben diese in der Regel zwei bis drei Wochen Zeit.

Anschließend werden die Antworten der Parteien auf inhaltliche Übereinstimmung zu den Thesen überprüft – bei Unstimmigkeiten werden die Parteien um Überarbeitung ihrer Positionierung gebeten. Dabei haben die Parteien immer die letzte Entscheidung darüber, welche Antwort im Wahl-O-Mat erscheint.

Im letzten Schritt der Vorbereitung wählt die Redaktion 38 Thesen aus, die in dem jeweiligen Wahl-O-Mat auftauchen. Laut BPB sind die entscheidenden Kriterien hierfür Thesen, die

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  • wichtige Themen der Wahl aufgreifen,
  • kontrovers beantwortet wurden,
  • eine Unterscheidbarkeit der Parteien gewährleisten und
  • ein breites Themenspektrum abdecken.

Jeder Wahl-O-Mat wird im Vorfeld getestet und etwa zwei bis vier Wochen vor der jeweiligen Wahl online gestellt.

RND/pf/ mit dpa

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