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Experte zu Schottland-Referendum: Londons Nein hilft Separatisten

  • Laut eines britischen Politikwissenschaftlers könnte ein Nein zum schottischen Unabhängigkeitsreferendum den Separatisten in die Karten spielen.
  • Derzeit hoffe die SNP (Schottische Nationalpartei) auf eine absolute Mehrheit bei der Wahl am Donnerstag.
  • Damit könnte die Partei mehr Druck auf London ausüben.
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Sterling. Die Ablehnung der britischen Regierung in London gegenüber einem weiteren schottischen Unabhängigkeitsreferendum könnte den Anhängern einer Abspaltung in die Hände spielen. Noch seien beide Lager ungefähr gleich auf, so ein Experte. Daher sei es womöglich gar nicht im Sinne der Separatisten, schon bald grünes Licht aus Westminster zu bekommen, sondern erst, wenn ein Sieg so gut wie sicher scheine.

Das sagte der Politikwissenschaftler Peter Lynch von der Universität Sterling der Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch. „Die SNP (Schottische Nationalpartei) könnte feststellen, dass dann die Zustimmung zur Unabhängigkeit wächst“, so Lynch.

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Die SNP von Regierungschefin Nicola Sturgeon hofft bei der Wahl zum Regionalparlament in Schottland am Donnerstag auf eine absolute Mehrheit. Die Partei, die derzeit mit Duldung der schottischen Grünen regiert, fordert ein zweites Unabhängigkeitsreferendum für den britischen Landesteil – dazu braucht sie allerdings die Zustimmung aus London. Premierminister Boris Johnson lehnt das bislang aber strikt ab.

Absolute Mehrheit könnte mehr Druck auf London ausüben

Mit einer absoluter Mehrheit, so die Hoffnung, hätte die SNP ein klares Mandat für die Volksabstimmung und könnte mehr Druck auf London ausüben. Sturgeon hat sich zu dem gewünschten Zeitpunkt für das Referendum aber stets vage ausgedrückt. Zuletzt wollte sie nicht mehr ausschließen, dass die Schotten möglicherweise bis 2024 warten müssen, sollte die Pandemie das Land noch weiter beschäftigen.

Bei einem ersten Referendum 2014 hatte sich noch eine Mehrheit von 55 Prozent der Schotten gegen die Abspaltung von der Union mit England, Wales und Nordirland ausgesprochen. Die Zustimmung zur Unabhängigkeit war aber im Laufe des Wahlkampfs deutlich gestiegen.

RND/dpa

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