Ex-Parteichef: CDU-Basis in Sachsen-Anhalt will Deutschland-Koalition

  • Die CDU hat bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt einen überraschend deutlichen Wahlsieg errungen.
  • Nun muss sie sich entscheiden, mit wem wie regieren will.
  • Laut Ex-Landesparteichef und Verkehrsminister Thomas Webel hat die Basis eine eindeutige Tendenz.
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Magdeburg. Der bisherige CDU-Verkehrsminister von Sachsen-Anhalt, Thomas Webel, empfiehlt der Landespartei, künftig mit SPD und FDP zu regieren. „Meine Tendenz geht eindeutig dahin, die Grünen aus dieser Regierung rauszuhalten“, sagte der ehemalige Landesparteichef nach der Wahl vom Sonntagabend.

Die Grünen hätten durch ihre Forderungen im Wahlkampf schon zu hohe Hürden für eine erneute Zusammenarbeit aufgebaut. Er könne jedoch nur Empfehlungen geben, betonte Webel, der nicht erneut für den Landtag kandidiert hatte.

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Nahezu alle Stimmen, die er gehört habe, hätten sich für eine Koalition mit der FDP ausgesprochen. Auch die Basis stehe einer Zusammenarbeit mit Sozialdemokraten und Liberalen offener gegenüber als mit den Grünen. Das sei seine Erfahrung aus 14 Jahren als Landesvorsitzender.

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Webel hatte den Landesverband von 2004 bis 2018 angeführt. Ein Zweierbündnis mit der SPD hält Webel für keine gute Idee. Durch die knappe Mehrheit wäre die Koalition erpressbar von einzelnen Abgeordneten, sagte der CDU-Politiker.

Bei der Landtagswahl am Sonntag hatte die CDU einen überraschend deutlichen Wahlsieg errungen. Sie lag mit Abstand vor der AfD, die ihren zweiten Platz trotz Verluste verteidigte.

Die CDU könnte rein rechnerisch das bisherige sogenannte Kenia-Bündnis mit SPD und Grünen fortsetzen oder künftig mit SPD und FDP (Deutschland-Koalition) regieren oder aber mit Grünen und FDP (Jamaika-Koalition). Zudem gäbe es eine hauchdünne Mehrheit für eine schwarz-rote Regierung.

RND/dpa

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