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Luxemburgischer Außenminister besorgt

Asselborn zur Frankreich-Wahl: „Die sind in politischem Bürgerkrieg“

Jean Asselborn zeigt sich nach der ersten Runde der Frankreich-Wahl beunruhigt.

Luxemburg. Der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn hat sich nach der ersten Runde der Präsidentschaftswahl in Frankreich äußerst beunruhigt gezeigt. „Die sind in einer Art politischem Bürgerkrieg“, sagte der dienstälteste EU-Chefdiplomat am Montag am Rande eines EU-Außenministertreffens in Luxemburg. Im Resultat hätten die Rechtsextremen mehr als zweimal so viele Stimmen bekommen wie in Deutschland. Dies sei „sehr, sehr besorgniserregend.“

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Marine Le Pen von der rechten Partie Rassemblement National werde nun vermutlich versuchen, die zweite Runde der Präsidentschaftswahl zu einem Referendum gegen den amtierenden Präsidenten Emmanuel Macron zu machen. Das werde eine ganz schlimme Auseinandersetzung.

Macron und Le Pen werden in Stichwahl antreten

Wie schon 2017 werden sich der als liberal geltende Amtsinhaber und die rechtsextreme Herausfordererin in einer Stichwahl gegenüberstehen.

„Ich hoffe, dass es so ausgeht, dass wir keine Le Pen in der Europäischen Union als französische Präsidentin haben“, ergänzte Asselborn. Denn die würde die bislang für ein Werte- und Friedensprojekt stehende Europäischen Union auf eine andere Schiene setzen. „Das müssen die Franzosen verhindern. Das ist das Allerwichtigste“, sagte er.

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Baerbock weicht Frage zu Wahlergebnis in Frankreich aus

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock reagierte in Luxemburg ausweichend auf die Frage, ob sie besorgt über den Verlauf der Wahl in Frankreich sei. Sie sagte, „als deutsche Außenministerin äußere ich mich nicht zu nationalen Angelegenheiten, aber als Herzenseuropäerin ist es ist mir ein Herzensanliegen, dass wir gerade in diesen Zeiten gemeinsam als Europäerinnen und Europäer stark zusammenstehen.“

In der ersten Runde des Präsidentenwahl in Frankreich hatte der amtierende Staatschef Macron nach der bisherigen Stimmenauszählung rund 28 Prozent der Stimmen erhalten. Er wird sich am 24. April nun einer Stichwahl mit Le Pen stellen müssen, die nach jüngsten Zahlen auf rund 23 Prozent der Stimmen kam.

RND/dpa

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