Wahl im Iran: EU will weitere Gespräche über Atomabkommen

  • Der erzkonservative Kleriker Ebrahim Raeissi hat die Präsidentenwahl im Iran gewonnen.
  • Die EU dringt auf weitere Gespräche über das internationale Atomabkommen.
  • Russlands Präsident Wladimir Putin verweist auf die traditionell freundschaftliche Beziehung zum Iran.
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Brüssel/Teheran/Moskau. Nach der Wahl des neuen Präsidenten Ebrahim Raeissi im Iran dringt die Europäische Union auf weitere Gespräche über das internationale Atomabkommen (JCPOA).

„Die EU ist bereit, mit der neuen Regierung Irans zusammenzuarbeiten“, erklärte eine Sprecherin des Außenbeauftragten Josep Borrell am Samstagabend in Brüssel. „Bis dahin ist es wichtig, dass intensive diplomatische Bemühungen fortgesetzt werden, um das JCPOA wieder aufs richtige Gleis zu bringen.“

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Putin gratuliert Raeissi

Russlands Staatschef Wladimir Putin hat Raeissi zum Sieg gratuliert. Die Beziehungen zwischen Russland und Iran seien traditionell freundschaftlich, heißt es in einer Mitteilung, die der Kreml am Samstag veröffentlichte.

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Keine Feindseligkeiten: Treffen zwischen Putin und Biden „intensiv“ und „konstruktiv“
1:06 min
Der russische Präsident Wladimir Putin hat sein Gipfeltreffen mit dem US-Präsidenten Joe Biden als „intensiv“ und „konstruktiv“ bezeichnet.  © Reuters

„Ich rechne damit, dass Ihre Tätigkeit in diesem hohen Amt zur Weiterentwicklung der konstruktiven beidseitigen Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen sowie der Partnerschaft in internationalen Angelegenheiten beitragen wird.“

Der erzkonservative Kleriker Raeissi hatte die Präsidentenwahl im Iran klar gewonnen. Er wird damit Nachfolger von Hassan Ruhani, der nach zwei Amtsperioden nicht antreten durfte. Die Verhandlungen über das Iran-Atomabkommen werden am Sonntag in Wien fortgesetzt. Ziel ist, sowohl die USA als auch den Iran dazu zu bringen, das Abkommen von 2015 wieder einzuhalten.

RND/dpa

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