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Wagenknecht will sich im Wahlkampf auf Nordrhein-Westfalen konzentrieren

  • Wagenknecht spricht sich für eine „zentrale Rolle“ der derzeitigen Fraktionsvorsitzenden Amira Mohamed Ali und Dietmar Bartsch im kommenden Wahlkampf aus.
  • Die Politikerin fordert, die Themen Migration und Diskriminierung zugunsten von Sozialen Fragen hintenanzustellen.
  • Wagenknecht veröffentlichte jüngst ein Buch, welches innerhalb ihrer eigenen Partei für heftige Diskussionen sorgte.
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Berlin. Die ehemalige Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Sahra Wagenknecht, will sich im bevorstehenden Bundestagswahlkampf auf Nordrhein-Westfalen konzentrieren. „Ich werde naturgemäß vor allem in dem Bundesland Wahlkampf führen, das mich zur Spitzenkandidatin gewählt hat“, sagte Wagenknecht dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Schließlich habe sie „2018 aus bekannten Gründen den Fraktionsvorsitz aufgegeben“.

Die Bundestagsabgeordnete plädierte indirekt dafür, die Fraktionsvorsitzenden Amira Mohamed Ali und Dietmar Bartsch zu Spitzenkandidaten zu machen. „Wir haben jetzt eine gute Fraktionsspitze, die ich unterstütze und die auch im Wahlkampf die zentrale Rolle spielen sollte“, sagte sie.

Die Parteivorsitzende Janine Wissler hatte zuletzt angekündigt, dass sie gemeinsam mit ihrer Co-Vorsitzenden Susanne Hennig-Wellsow möglichst noch im April einen Vorschlag für die Spitzenkandidaten unterbreiten wolle, dabei gelten die beiden selbst als potenzielle Kandidatinnen. 2017 waren Wagenknecht und Bartsch Spitzenkandidaten.

Wagenknecht forderte die linken Parteien in Deutschland ferner auf, den Themen Migration und Diskriminierung weniger Aufmerksamkeit zu schenken als bisher und sich sozialen Fragen zuzuwenden. „Abstammungsfragen ins Zentrum zu stellen, war immer eine Herangehensweise der extremen Rechten“, sagte sie dem RND. „Unser Ziel sollte es sein, solche Unterschiede bedeutungslos zu machen.“ Die Linken-Politikerin fuhr fort: „Indem man jeden als Rassisten ächtet, der für weniger Zuwanderung ist oder auch nur nicht so redet, wie einige das vorschreiben wollen, stärkt man die Rechte.“

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Überdies nehme sie „zur Kenntnis, dass die Mehrheit der Menschen sich in erster Linie als Bürger ihres Landes sieht und erst in zweiter als Europäer“. Die Identifikation mit dem eigenen Land sei jedenfalls „nichts Reaktionäres, sondern eine wichtige Ressource für Solidarität, ohne die es keinen Sozialstaat gäbe“. Auch Heimat sei „für die meisten Menschen ein positiver Begriff. Linke, die das verächtlich machen, verlieren zu recht Zustimmung.“

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Die 51-Jährige hat soeben ein Buch veröffentlicht mit dem Titel „Die Selbstgerechten. Mein Gegenprogramm – für Gemeinsinn und Zusammenhalt“. Darin wirft sie der politischen Linken in Deutschland vor, sich zu sehr um Fragen der Diskriminierung aufgrund der Herkunft und des Geschlechts zu kümmern. Das Buch hat innerhalb ihrer eigenen Partei heftige Diskussionen ausgelöst. Auch die Parteivorsitzenden distanzierten sich davon.

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