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Waffenfund auf Höfen: Familienvater gehört einst rechtsextremer Wehrsportgruppe an

  • Bei der Durchsuchung zweier Höfe in Brandenburg haben Zoll und Bundespolizei mehrere Waffen, Granaten und Munition gefunden.
  • Eigentlich waren die Ermittler auf der Suche nach einer scharfen AK47, die der Verdächtige Martin L. über die Grenze geschmuggelt haben soll – und die nach wie vor nicht auffindbar ist.
  • Gegen den Mann wurde bereits in den 1990ern wegen des Verdachts der Bildung einer rechtsterroristischen Vereinigung ermittelt.
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Berlin. Zoll und Bundespolizei haben bei der Durchsuchung zweier Höfe in Brandenburg am vergangenen Donnerstag ein geheimes Waffenarsenal entdeckt. Die Ermittler fanden neben verschiedenen Schusswaffen, auch Granaten und Munition.

Grund für die Suchaktion war ein Tipp, wonach der Verdächtige Martin L. eine scharfe AK47, auch bekannt als Kalaschnikow, über die schweizerisch-deutsche Grenze geschmuggelt haben soll. Während Magazine für die Kalaschnikow sichergestellt wurden, fehlt von der Waffe bisher jede Spur. Der beschuldigte Familienvater hält sich bedeckt.

Nach Recherchen der „Märkischen Allgemeinen Zeitung“ und dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) ist der Silberschmied aus dem brandenburgischen Ort Berge kein Unbekannter für die Behörden. Laut Unterlagen des Bundesverfassungsschutzes gehörte er in den 1990er Jahren einer rechtsextremen Wehrsportgruppe um den bekannten Rechtsextremen Gerd U. an. Die Gruppe soll Angriffe auf Linke und die Polizei geprobt haben, 1994 ermittelten die Behörden wegen des Verdachts der Bildung einer terroristischen Vereinigung.

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Die Ermittlungen wurden allerdings eingestellt. Martin L. wurde später wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz verurteilt.

RND/MAZ/ar

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