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Vorwürfe vom Ex-Berater: Boris Johnson unter Druck wegen Umgang mit Corona

  • Großbritannien ist eines des am schwersten von Corona betroffenen Länder Europas.
  • Der Ex-Berater von Premierminister Boris Johnson, Dominic Cummings, hat der Regierung jetzt schwere Vorwürfe gemacht.
  • Zehntausende Menschen hätten nicht sterben müssen, so Cummings.
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London. Nach massiven Vorwürfen des ehemaligen Regierungsberaters Dominic Cummings über den Umgang mit der Corona-Pandemie stehen Großbritanniens Premierminister Boris Johnson und sein Kabinett unter Druck.

Cummings hatte vor einem Parlamentsausschuss am Mittwoch die Regierung für zahlreiche Todesfälle mitverantwortlich gemacht. „Zehntausende Menschen starben, die nicht hätten sterben müssen“, sagte er. Johnson bezeichnete er als unfähig. Gesundheitsminister Matt Hancock bezichtigte er gar der Lügen und des kriminellen Verhaltens.

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Johnson wollte sich wohl Coronavirus spritzen lassen
0:59 min
Der Regierungschef habe sich von seinem medizinischen Chefberater mit Corona infizieren lassen wollen, um zu zeigen, dass das Virus nicht gefährlich sei.  © dpa
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Wohnungsbauminister Robert Jenrick bedauerte im BBC-Fernsehen am Donnerstag „Irrtümer und Fehler“ der Regierung im Umgang mit der Pandemie. Die Öffentlichkeit werde aber verstehen, dass es sich um eine nie da gewesene Situation gehandelt habe.

Regierung zögerte lange, bevor Lockdown verhängt wurde

„Ich kann sagen, dass wir jederzeit mit den besten Absichten und Intentionen gehandelt haben anhand der Informationen, die verfügbar waren“, so Jenrick. Hancock kündigte an, sich am Donnerstag im Unterhaus Fragen zu stellen. Auch von Johnson wird eine Reaktion erwartet.

Großbritannien ist mit 150.000 Menschen, die mit oder an Corona gestorben sind, eines der am schwersten betroffenen Länder Europas. Mehrfach zögerte die Regierung, bevor ein landesweiter Lockdown verhängt wurde.

Der große Erfolg der laufenden Impfkampagne hat das Ansehen der Regierung in der Wählergunst jedoch wieder steigen lassen.

RND/dpa

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